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Bildungspolitik

DGB und Deutsches Studentenwerk machen Vorschäge zur Weiterentwicklung des BAföG

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und das Deutsche Studentenwerk (DSW) haben heute in Berlin gemeinsame Eckpunkte für die von der Bundesregierung geplante BAföG-Erhöhung zum 1. Oktober 2010 sowie eine Strukturreform vorgelegt.

Dafür müsse, forderten die beiden Organisationen, die Preis- und Einkommensentwicklung von Herbst 2007 bis Herbst 2010 zugrunde gelegt werden. Die Förderbeträge müssten um bis zu vier Prozent, die Elternfreibeträge um bis zu fünf Prozent angehoben werden.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock sagte: „Wir brauchen eine deutliche Erhöhung des BAföGs, um mehr jungen Menschen aus einkommensschwachen Familien den Weg zur Hochschule zu ebnen. Das BAföG trocknet aus, wenn die Bundesregierung nicht schleunigst Bedarfssätze und Freibeträge deutlich anhebt." Lebenslanges Lernen nicht nur zu predigen, sondern auch zu praktizieren heiße beim BAföG: Abschaffung der Altersgrenze von bisher 30 Jahren. „Wer zum Beispiel nach Berufstätigkeit oder Kindererziehung wieder an die Universität will, darf nicht an starren und lebensfernen Vorschriften scheitern", erklärte Sehrbrock.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, kritisierte, dass das BAföG bislang zu wenig auf Bachelor/Master eingestellt sei: „Das BAföG muss rasch Bologna-kompatibel gemacht werden. Wir brauchen eine kontinuierliche Förderung beim Übergang vom Bachelor zum Master sowie eine erweiterte Förderung von Master-Studiengängen." DGB und DSW forderten die Politik auf, endlich die soziale Selektivität im deutschen Hochschulsystem aufzubrechen. In Deutschland studieren von 100 Akademiker-Kindern 83, aber von 100 Kindern aus Familien ohne akademischen Hintergrund schaffen nur 23 den Sprung an die Hochschule.

„Die Verbesserung von Bildungschancen muss zentrale Aufgabe der neuen Bundesregierung sein. (...) Die wichtigste Säule der staatlichen Studienfinanzierung ist und bleibt das BAföG", heißt es in einem gemeinsamen Eckpunkte-Papier. Von besonderer Bedeutung sei die Wiedereinführung eines Schüler-BAföG für die Oberstufe: „Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien müssen auf dem Weg zum Abitur eine bessere finanzielle Unterstützung erhalten."

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)