Kinder- und Jugendarbeit

BJR-Hauptausschuss: Sensibilität für gelingendes Miteinander gefragt

Bunte Spielfiguren
Bild: © lculig - Fotolia.com

Der Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings (BJR) hat in seiner Sitzung am 23. Oktober 2016 dazu aufgerufen, die Diskriminierung von Menschen muslimischen Glaubens konsequent zu bekämpfen. "Bayern muss für eine erfolgreiche Zukunft eine Kultur der Anerkennung, der Offenheit und des gemeinsamen Zusammenlebens entwickeln", heißt es im Beschluss des höchsten Gremiums des BJR.

BJR-Präsident Matthias Fack bezog sich in seiner jugendpolitischen Grundsatzrede auf die unumstößlichen Werte der bayerischen Jugendarbeit, die in der BJR-Satzung 1947 festgeschrieben wurden. "Grundlage des Jugendrings ist die Anerkennung des eigenen Wertes der einzelnen Jugendgemeinschaften ohne Rücksicht auf politische, religiöse, klassenmäßige oder rassische Unterschiede", so der Wortlaut der Präambel. "Dieses Fundament der bayerischen Jugendarbeit erzählt von einem friedlichen Miteinander und nicht von Hass und Vorurteil. Damals wie heute werden wir uns für ein friedvolles, demokratisches und achtsames Miteinander einsetzen. Egal ob mit katholischem, evangelischen oder islamischem Glauben", so Matthias Fack.
 
In seinem Beschluss fordert der BJR-Hauptausschuss u.a.

  • die bayerischen Politikerinnen und Politiker dazu auf, in der politischen Debatte und gesellschaftlichen Diskussion allen Formen von Islamfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten
  • die Diskriminierung von religiösen Minderheiten präventiv anzugehen und konsequent zu bekämpfen sowie für eine aktive Gleichstellungspolitik einzutreten
  • den gesellschaftlichen Dialog und die Begegnung zwischen Angehörigen verschiedener Religionen zu fördern und auszubauen

Der ausführliche Beschluss des BJR-Hauptausschusses

Quelle: Bayerischer Jugendring vom 2.11.2016

Info-Pool