Hilfen zur Erziehung / Sozialpolitik

S-H: Zukunftsfähige Heimerziehung – Das Wohl der Kinder muss im Mittelpunkt stehen

Kind auf Schaukel guckt traurig
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Am 06. März 2018 ist der erste „Qualitätsdialog Heimerziehung“ zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Heimerziehung in Schleswig-Holstein gestartet. Veranstalter des Fachtages sind der Landesjugendhilfeausschuss Schleswig-Holstein gemeinsam mit dem Landesjugendamt. Ziel der Veranstaltung für Fachleute der Jugendhilfe ist es, den Austausch der Beteiligten in der Heimerziehung und die Weiterentwicklung der Qualität in der Heimerziehung auf regionaler und auf Landesebene zu befördern.

Familienminister Dr. Heiner Garg, der den Dialog gemeinsam mit der Vorsitzenden des Landesjugendhilfeausschusses Irene Johns in Nortorf eröffnet, betont: „Im Mittelpunkt muss für alle Beteiligten das Wohl der Kinder und Jugendlichen in der Jugendhilfe stehen! Was ist gut für Kinder- und Jugendliche in Heimeinrichtungen - das ist die Leitfrage der Jugendhilfearbeit insgesamt und des Qualitätsdialogs. Die offene Diskussion im Rahmen des Runden Tisches Heimerziehung in Schleswig-Holstein war ein wichtiger Schritt, auf dem die Einführung des Qualitätsdialoges basiert. Der enge Austausch auf allen Verantwortungsebenen kann entscheidend zu guten Jugendhilfeangeboten beitragen. Mein Dank gilt allen Beteiligten und dem Jugendhilfeausschuss für das große Engagement!“

Irene Johns, Vorsitzende des Landesjugendhilfeausschusses erklärt: „Etwa 6.500 Kinder und Jugendliche leben zurzeit in Heimeinrichtungen in Schleswig-Holstein. Die meist stark vorbelasteten Kinder und Jugendlichen in der Heimerziehung zu fördern und dabei zu unterstützen, ihre negativen Erfahrungen zu verarbeiten, damit sie sich positiv entwickeln können, stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Deshalb ist es zwingend notwendig, die Qualitätsentwicklung in der Heimerziehung konsequent voranzutreiben. Diese Auftaktveranstaltung ist ein wichtiger Schritt und ein Signal zu einer zielorientierten Zusammenarbeit“.

Eine Qualitätsverbesserung durch den Einsatz solcher Qualitätsdialoge in der Heimerziehung in Schleswig-Holstein zu erreichen, war eine wichtige Forderung des „Runden Tisches Heimerziehung“, die das Landesjugendamt nun aufgreift. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Verbesserung der Kooperation zwischen den Akteuren im Bereich der Heimerziehung. Eine gute Kommunikation innerhalb einer Einrichtung sowie ein konstruktiver Dialog zwischen den freien und öffentlichen Trägern der Jugendhilfe sind wichtige Voraussetzungen für das Gelingen der Heimerziehung.

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren Schleswig-Holstein vom 05.03.2018

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