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Nachhilfe

Außerschulische Lebens- und Erfahrungsräume sind diesen Sommer wichtig

Ein Kindergartenmädchen übt Zahlen an einem Tisch. Sie trägt einen Mund-Nase-Schutz.
Bild: Kelly Sikkema – Unsplash

Bildungsministerin Anja Karliczek will ein bundesweites Nachhilfeprogramm finanzieren, um durch die Coronapandemie bedingte Lernrückstände auszugleichen. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) kritisiert den Fokus auf die Schule. Nachholbedarf gibt es in vielen Einrichtungen, die für die Entwicklung und Entfaltung von Kindern und jungen Erwachsen elementar sind.

„Seit Monaten werden Jugendliche einzig und allein auf das Schulwesen reduziert. Jugendliche brauchen zur Persönlichkeitsentwicklung aber mehr: Sie brauchen Freiräume an denen sie mit Gleichaltrigen spielen und in den Austausch kommen können. Diese Freiräume stehen ihnen seit Monaten nicht zur Verfügung“, erläutert BDKJ-Bundesvorsitzende Lisi Maier.

Die Ankündigung, das Programm solle vor allem bei Schulwechseln in den kommenden Sommerferien unterstützen, macht deutlich, dass es vor allem um formale Lernleistungen geht. Bildung ist aber viel mehr als das. „Der Wert außerschulischer Bildung wie sie beispielsweise in Jugendverbänden, der offenen Kinder- und Jugendarbeit und an anderen Orten der Kinder- und Jugendhilfe stattfindet, muss endlich stärker anerkannt und in der Coronapolitik berücksichtigt werden!“, fordert Maier.

Der BDKJ macht deutlich, dass für Kinder und Jugendliche gerade in diesem Sommer ein gutes außerschulisches Angebot wichtig und notwendig ist um ihnen wichtige Lebens- und Lernerfahrungen in geschützten Räumen zu ermöglichen und ihre Resilienz in diesen Krisenzeiten zu stärken.

Quelle: Bund der Deutschen Katholischen Jugend vom 29.03.2021.

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