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Kinderrechte / Sozialpolitik

Weltkindertag: AWO fordert Kindergrundsicherung

Ein kleiner Junge hält einen 5-Euro-Schein hoch
Bild: © somenski - Fotolia.com

Zum Weltkindertag der Vereinten Nationen betont der AWO Bundesverband die Notwendigkeit einer Kindergrundsicherung und die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz. Ein Drittel der in der Kindheit armutsbetroffenen Menschen sei auch im jungen Erwachsenenalter weiterhin arm. Deshalb fordert der Wohlfahrtsverband eine präventiv ausgerichtete Politik gegen Armut mit Investitionen in Unterstützungsstrukturen, die insbesondere Kinder tragen.

Anlässlich des Weltkindertages der Vereinten Nationen am 20. November 2019 erklärt Wolfgang Stadler, Vorstandsvorsitzender des AWO Bundesverbandes: „Heute vor 30 Jahren wurde die Kinderrechtskonvention durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet. Das war ein Meilenstein, denn Kinderrechte sind Menschenrechte! Entsprechend sollten Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden.“

Kinderrechte im Grundgesetz verankern

Die Anerkennung kindlicher Rechte und Bedarfe sei auch die Grundlage des Handelns der AWO und die tragende Idee der Kindergrundsicherung. Dafür setzt sich der Wohlfahrtsverband gemeinsam mit anderen im Bündnis Kindergrundsicherung ein. „Die Kindergrundsicherung soll als eigenständiger Leistungsanspruch bei den Kindern liegen und das soziokulturelle Existenzminimum verlässlich bereitstellen,“ betont Stadler.

Kindergrundsicherung als Baustein im Kampf gegen Kinderarmut

Die Kindergrundsicherung ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Kinderarmut. Sie sei notwendig, denn Kinderarmut ist weiterhin bittere und konstante Realität in Deutschland. Jedes 5. Kind wächst in finanziell unsicheren Umständen auf. Das wirke sich langfristig nachteilig auf die Lebenschancen der Betroffenen aus. Diesen Befund habe auch die kürzlich veröffentlichte AWO-ISS-Langzeitstudie aufgezeigt: Ein Drittel der in der Kindheit armutsbetroffenen Menschen sei heute im jungen Erwachsenenalter weiterhin arm. „Wir fordern daher eine präventiv ausgerichtete Politik gegen Armut! Das heißt für uns: Umverteilung zu Gunsten der Kinder und Investitionen in die Unterstützungsstrukturen, die sie tragen: die Familien, die Schulen und die soziale Infrastruktur," so der AWO-Bundesvorsitzende abschließend.

Weitere Informationen zur AWO-ISS-Langzeitstudie finden sich auch in der Berichterstattung auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe.

Quelle: AWO Bundesverband e.V. vom 20.11.2019