Kinder- und Jugendpolitik / Sozialforschung

Fachbeirat Jugend-Check: Einsatz für eine jugendgerechte Gesetzgebung

Fachbeirat des „Kompetenzzentrum Jugend-Check“ mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Caren Marks
Bild: © BMFSFJ Die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks (Mitte) mit dem 13-köpfigen Sachverständigengremium im Bundesjugendministerium

Inwieweit wirken sich Gesetzesvorhaben auf Jugendliche aus? Der Jugend-Check gibt Antworten. Diese Arbeit für eine jugendgerechtere Politik wird ab sofort durch einen neuen Fachbeirat unterstützt. Der Fachbeirat begleitet das „Kompetenzzentrum Jugend-Check“, das im letzten Jahr am Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer eingerichtet wurde.

Der Jugend-Check zeigt, wie sich Gesetzesvorhaben auf junge Menschen im Alter von 12 bis 27 Jahren auswirken. Dafür werden die Vorhaben anhand eines standardisierten Rasters mit wissenschaftlichen Methoden geprüft. Durchgeführt und weiterentwickelt wird der Jugend-Check vom „Kompetenzzentrum Jugend-Check“, das das Bundesjugendministerium gemeinsam eingerichtet hat mit dem Institut für Gesetzesfolgenabschätzung und Evaluation beim Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer. Der Fachbeirat soll die Arbeit des Kompetenzzentrums künftig begleiten.

Meilenstein für eine jugendgerechte Gesetzgebung

Bei einem ersten Treffen des Fachbeirats am 14. Mai hat die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin Caren Marks das 13-köpfige Sachverständigengremium im Bundesjugendministerium begrüßt: „Heute passieren wir mit einen weiteren Meilenstein für eine jugendgerechtere Gesetzgebung“, so Caren Marks in ihrer Begrüßung. Die Arbeit des Gremiums dient der Beratung und Begleitung des KomJC sowie der Unterstützung des Vorhabens Jugend-Check nach außen.

„Die Folgen der Gesetzgebung für Jugendliche und junge Erwachsene spielen in der Politik und Verwaltung aktuell eine zu geringe Rolle. Der Jugend-Check macht beabsichtigte - und auch nicht beabsichtigte - Auswirkungen von Gesetzen für die junge Generation sichtbar und steigert so die Aufmerksamkeit für deren Bedürfnisse und Interessen,“ machte Caren Marks deutlich.

Expertise für unterschiedliche Lebensbereiche

Der neue Fachbeirat hat den Auftrag, das Kompetenzzentrum fachlich zu beraten und den Jugend-Check auch nach außen sichtbarer und bekannter zu machen. Der Fachbeirat setzt sich zusammen aus Expertinnen und Experten, die in der 18. Legislaturperiode gemeinsam mit dem Bundesjugendministerium den Jugend-Check entwickelt hatten. Hinzu kommen Mitglieder mit zusätzlicher Expertise, so dass der Beirat über Kompetenz in den zentralen Lebensbereichen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen verfügt.

Der Beirat verfügt damit über ausgewiesene Expertinnen und Experten für Fragen der Digitalisierung, der Ausbildung und Arbeitswelt, der Lebensverhältnisse im städtischen und ländlichen Raum sowie für die Bedürfnisse marginalisierter Jugendlicher.

Newsletter zu neuen Jugend-Checks abonnieren

Erste Jugend-Checks zu neuen Gesetzesvorhaben wurden inzwischen unter www.jugend-check.de veröffentlicht. Dort ist es auch möglich, das Prüfraster einzusehen und sich über ein E-Mail-Abonnement auf die Veröffentlichung neuer Jugend-Checks hinweisen zu lassen. Ein jugendgerechter Film erklärt zudem in 90 Sekunden, wie der Jugend-Check eigentlich funktioniert.

Der Jugend-Check ist zentraler Bestandteil der Jugendstrategie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Weiterführende Informationen zur Jugendstrategie außerdem unter: www.jugendgerecht.de

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Deutsches Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung

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