Bildungspolitik / Sozialpolitik

BMBF-Förderinitiative „Internationalisierung der Berufsbildung“ mit neuem Internetauftritt

Erwachsener sitzt auf einer Treppe und hat einen Laptop auf den Beinen, an dem er arbeitet
Bild: rawpixel.com

Internationale Berufsbildungszusammenarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel im Ausland und eröffnet Chancen auf individuelle und volkswirtschaftliche Entwicklung. Deutschland ist mit seinem dualen Berufsbildungssystem weltweit hoch angesehen. Ein neues Internetangebot informiert jetzt über Aktivitäten und Förderungen des BMBF.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sieht sich einem wachsenden Interesse an der deutschen Expertise gegenüber. Über die vom DLR Projektträger betreute Internetseite www.berufsbildung-international.de können sich deutsche Bildungsträger und Forschungseinrichtungen über die Aktivitäten und Förderrichtlinien des BMBF informieren.

Internationale Berufsbildungszusammenarbeit 

Die Nachfrage aus dem Ausland an das BMBF nach Beratung und Unterstützung in der Berufsbildung hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Als zuständiges Ressort kooperiert das Ministerium auf Grundlage von bilateralen Vereinbarungen mit ausgewählten Partnerländern. Derzeit unterhält das BMBF 19 bilaterale Berufsbildungskooperationen zu europäischen und außereuropäischen Ländern, die ihre Bildungssysteme ausbauen und verbessern sowie die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen erhöhen möchten. Das BMBF sorgt zudem mit verschiedenen Instrumenten für die Einbindung der für die Berufsbildung zuständigen Akteure in die internationale Berufsbildungszusammenarbeit. Damit wird die Strategie der Bundesregierung für eine „Internationale Berufsbildungszusammenarbeit aus einer Hand“ umgesetzt.

DLR-Projektträge unterstützt BMBF-Aktivitäten 

Die im Januar 2017 neu eingerichtete Arbeitsgruppe „Internationalisierung der Berufsbildung“ im DLR Projektträger unterstützt das BMBF bei seinen vielfältigen Aktivitäten im Bereich der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit. Neben Aktivitäten innerhalb der bilateralen Berufsbildungskooperationen betreut der DLR Projektträger die Strategieprojekte VETnet, Unions4VET und SCIVET. Diese dienen der Erprobung von Elementen dualer Berufsbildung in Kooperation mit Unternehmen, Auslandshandelskammern und Gewerkschaften in den Partnerländern. Zudem setzt der DLR Projektträger die Projektförderung der BMBF-Förderinitiativen „Internationalisierung der Berufsbildung“ und „Forschung zur Internationalisierung der Berufsbildung“ um.

Der neue Internetauftritt stellt die Aktivitäten des BMBF in der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit dar und informiert deutsche Bildungsanbieter und Forschungseinrichtungen über die laufenden BMBF-Förderrichtlinien. Zeitgleich mit dem Launch des neuen Internetauftritts fand im November 2017 die Auftaktveranstaltung der BMBF-Förderinitiative „Internationalisierung der Berufsbildung“ in Köln statt. Hier konnten sich die geförderten Projekte und Akteure der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit miteinander austauschen und voneinander lernen.

Hintergrund

Der DLR Projektträger, Bereich Europäische und internationale Zusammenarbeit, betreut die Förderinitiative „Internationalisierung der Berufsbildung“ im Auftrag des BMBF. Der DLR Projektträger hat sich auf Dienstleistungen zur Förderung von Forschung, Innovation und Bildung spezialisiert und arbeitet im Auftrag von Bundesministerien, der Europäischen Kommission, Bundesländern sowie Wissenschaftsorganisationen, Stiftungen und Verbänden. Er berät zu politischen und einrichtungsbezogenen Strategien und Programmen, begleitet Forschungsfördervorhaben fachlich und administrativ, unterstützt den Wissenstransfer sowie die Verwertung von Forschungsergebnissen. Sein Themenspektrum reicht von Bildung, Gesundheit, Gesellschaft, Innovation, Technologien, Umwelt und Nachhaltigkeit bis hin zu europäischer und internationaler Zusammenarbeit. Als einer der größten Projektträger Deutschlands betreut er derzeit rund 10.000 Vorhaben und mehr als eine Milliarde Euro Forschungsgelder.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft vom 30.11.2017

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