Kinder- und Jugendarbeit

Mobil & couragiert: neue Regionalstelle gegen Rechtsextremismus für Niederbayern

Neonazi

Am 13. Mai ist eine vierte Regionalstelle der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus (LKS) im Kreisjugendring Deggendorf eingerichtet worden. Die Regionalstellen der LKS beraten und informieren bei rechtsextremen oder rassistischen Krisensituationen auf kommunaler Ebene.

"Engagement gegen Rechtsextremismus ist nicht nur ein Engagement gegen das Aufleben menschenverachtender Tendenzen, es ist vor allem ein Engagement für etwas: nämlich für die Demokratie. Die Schaffung einer Regionalstelle zielt damit auch darauf ab, die Demokratie vor Ort zu stärken", so Matthias Fack, Präsident des Bayerischen Jugendrings (BJR) anlässlich der Einrichtung einer vierten Regionalstelle der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus (LKS) im Kreisjugendring Deggendorf. Die LKS engagiert sich gegen Rechtsextremismus, etwa indem sie zur Auseinandersetzung mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Alltagsrassismus aufruft. Sie bietet Vermittlungs- und Unterstützungsarbeit an, vermittelt Expert/-innen und entwickelt mit Ratsuchenden langfristige Strategien gegen Rechtsextremismus.

Die Regionalstellen der LKS beraten und informieren bei rechtsextremen oder rassistischen Krisensituationen auf kommunaler Ebene. Die neue Regionalstelle in Niederbayern ist gleich gefordert: Sie kann zwar auf eine sehr gut vernetzte Zivilgesellschaft bauen, zum Beispiel auf das Netzwerk "Bunter Landkreis Deggendorf"; gleichzeitig steht sie jedoch vor der Herausforderung, mit einer sehr aktiven Neonazi-Szene umzugehen. Jüngstes Beispiel ist die Verhaftung eines Aktivisten der neonazistischen "Old School Society" im Landkreis Deggendorf.

Die Regionalstelle in Deggendorf ist eine von vier bayernweiten Einrichtungen. Weitere Regionalstellen gibt es in Oberbayern/Schwaben (Kreisjugendring Ebersberg), Unterfranken und Mittelfranken (Kreisjugendring Nürnberg-Stadt) und Oberpfalz und Oberfranken (Stadtjugendring Weiden). Eine Besonderheit ist die mobile Beratung vor Ort, damit kann die Beratung im gesamten Regierungsbezirk wahrgenommen werden.

Die Regionalstellen ergänzen das Angebot der LKS. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Bundesprogramms "Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" sowie Landesmitteln aus dem Kinder- und Jugendprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration.

Weitere Informationen gibt es unter: www.lks-bayern.de

Quelle: Bayerischer Jugendring vom 13.05.2015

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