Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

KLJB: Regionalentwicklung als Chance für ein neues Profil der Jugendarbeit

Jugendliche laufen bei schönem Wetter über eine Wiese
Bild: © Evgenia Tiplyashina - Fotolia.com

Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) diskutierte im Rahmen des 13. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung bei ihrem Fachforum „Entscheiden? MACHEN! Regionalentwicklung als Chance für ein neues Profil der Jugendarbeit“, die Rolle junger Menschen bei der Gestaltung ihres Wohnumfelds und der eigenen Lebensverhältnisse.

Jugendliche bei Regionalentwicklung beteiligen

Bei ihrer Begrüßung unterstrich KLJB-Bundesvorsitzende Sarah Schulte-Döinghaus: „Die Mitwirkung von Jugendlichen in einer zukunftsfähigen Regionalentwicklung ist entscheidend. Das Fachforum zeigt, auf welch vielfältige Weise Jugendarbeit wirken kann und welche Aspekte dabei zu beachten sind.“

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel, hielt einen Impulsvortrag und betonte, dass jungen Menschen vermittelt werden muss, dass sie bei der Entwicklung ihrer Region gebraucht werden. Bei positivem Feedback aus der Gesellschaft könnten sie stolz auf ihre Leistungen sein.

Impulse für die eigene Arbeit

Vertreter/-innen aus Forschung und Praxis brachten ihre unterschiedlichen Sichtweisen in den Dialog ein und zeigten unterschiedliche Perspektiven auf. Fragen zu Regionen als Bezugsraum, regionaler Identität als Grundlage der Regionalentwicklung und demokratischer Partizipation in ländlicher Jugendarbeit prägten das Fachforum. Die Akteur(inn)en aus ländlichen Räumen erhielten so viele neue Impulse für die eigene Arbeit.

Dr. Florian Langguth berichtete von der Rolle von Unternehmen und den Bemühungen, ländliche Regionen als attraktiven Standort für junge Menschen zu entwickeln. Dabei wurde klar, dass Betriebe stärker über ihre Arbeit informieren müssen, um den Jugendlichen mögliche Berufsperspektiven in ihrer Region aufzuzeigen.

Weg zu echter Teilhabe

Theresa Schäfer und Maria Stöckl vom KLJB-Landesverband Bayern stellten die KLJB-Studie „Stadt. Land. Wo? Was die Jugend treibt“ vor, die Motive für Abwanderung aus und Rückkehr in ländliche Regionen genauer untersucht. „Nur wenn Jugendliche aktiv an den Gestaltungsprozessen der Ländlichen Räume beteiligt werden, entstehen Regionen, die sie selbst für lebenswert halten“, erklärte Theresa Schäfer.

Prof. Dr. Joachim Faulde von der Katholischen Hochschule NRW betonte am Ende der Veranstaltung in seinem Fazit: „Die Beteiligung an der Regionalentwicklung rückt die Jugendlichen in die Mitte von Dörfern und Kleinstädten. Wenn sie ernst genommen werden, sind sie auf dem Weg zu echter Teilhabe.“ Prof. Dr. Faulde veröffentliche im Dezember 2019 gemeinsam mit der Akademie Junges Land und der KLJB den Sammelband „Jugendarbeit in ländlichen Regionen“, der unterschiedliche Beiträge zum Thema Jugendarbeit und Regionalentwicklung vereint.

Die KLJB bei der Grünen Woche 2020

Zum wiederholten Male beteiligte sich die KLJB gemeinsam mit der Akademie Junges Land, der Katholischen Hochschule NRW, Abt. Paderborn und der Südwestfalenagentur an der Begleitveranstaltung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2020. Die KLJB ist noch bis zum 26. Januar 2020 mit ihrem Messestand in Halle 27 in der Sonderschau „Lust aufs Land“ vertreten. Der Jugendverband präsentiert sich bereits zum 47. Mal auf der Internationalen Grünen Woche.

Quelle: Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) e.V. vom 24.01.2020

Info-Pool