Kinder- und Jugendarbeit

Kinder- und Jugendrat Halle (Saale) will Stimmrecht

Viele Projekte hat der Kinder- und Jugendrat (KJR) in den letzten zehn Jahren schon in Angriff genommen. Doch bei einer Feier zum runden Geburtstag war das für die jungen Engagierten keineswegs ein Grund zum Zurücklehnen. Sie wollen weiter vorankommen und zum Beispiel Stimmrecht im Jugendhilfeausschuss erreichen, an dem sie bislang nur als beratendes Mitglied teilnehmen.

Viele Projekte hat der Kinder- und Jugendrat (KJR) in den letzten zehn Jahren schon in Angriff genommen: Zum Beispiel Spielplätze bewertet und Mängel aufgezeigt, eine Bank zur Finanzierung von sinnvollen Aktivitäten Jugendlicher gegründet und Ideenkonferenzen veranstaltet, um die Stadtverwaltung auf Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten für junge Hallenser/-innen hinzuweisen. Doch bei einer Feier zum runden Geburtstag war das für die jungen Engagierten keineswegs ein Grund zum Zurücklehnen. Sie wollen weiter vorankommen und zum Beispiel Stimmrecht im Jugendhilfeausschuss erreichen, an dem sie bislang nur als beratendes Mitglied teilnehmen.

Eine der Ideen soll nach dem Wunsch der Runde schon bald umgesetzt werden - dass der ehrenamtliche Einsatz im Kinder- und Jugendrat auch schriftlich von der Stadt bestätigt wird und dem Schulzeugnis beigelegt werden kann. Verstärken wollen die jungen Leute die Zusammenarbeit mit LokalpolitikerInnen, di e zu KJR-Sitzungen einladen werden sollen. Oliver Paulsen (Bündnis 90/Die Grünen) schlug vor, dass der KJR seine Ideen auch in den Fraktionssitzungen vorstellt.

Eine der großen Visionen könnte schon bald Wirklichkeit werden: Die Auszeichnung der Stadt Halle als kinderfreundliche Kommune. Unicef und das Deutsche Kinderhilfswerk wollen, so Sozialdezernent Kogge, mit diesem Logo unter anderem die politische Teilnahme und die bestehenden Jugendnetzwerke würdigen. Der Jugendhilfeausschuss hat dem bereits zugestimmt - nun muss der Stadtrat noch Ja sagen. Allerdings hängen an dem Prädikat auch Kosten. Vier Jahre lang muss die Kinderfreundlichkeit der Stadt wissenschaftlich evaluiert und begleitet werden. Kogge schätzt die Kosten auf jährlich 16.000 Euro. Die KJR-Mitglieder waren sich einig, dass sie dies unterstützen und mit halleschen Politiker/-innen darüber intensiv reden wollen.

Quelle: JISSA-Infofax Nr. 24

Info-Pool