Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Deutsch-Griechischer Jugendaustausch: IJAB informiert über den Aufbruch zu neuen Ufern

Viele Modellschiffe in verschiedenen Farben stehen auf einer Mauer in einer langen Reihe.
Bild: © Lisa Brüßler

Mit der am 26. Juli unterzeichneten Vereinbarung zwischen dem griechischen und deutschen Jugendministerium eröffnen sich neue Chancen für den Jugendaustausch zwischen beiden Ländern. Das neue Griechenland-Special von IJAB informiert über Themen, Akteure und Fördermöglichkeiten im deutsch-griechischen Austausch.

Es gibt eine große Vielfalt von gemeinsamen Themen: Inklusion, Erinnerungsarbeit, Politische Bildung, ein solidarisches Europa, Flucht und Migration. Im Griechenland-Special 2017 schildern Autorinnen und Autoren aus beiden Ländern, wie sie diese Themen in Projekten aufgreifen und welchen Nutzen Jugendliche davon haben. Außerdem wurden für alle, die in den Austausch mit Griechenland einsteigen möchten, Informationen zu möglichen Partnern und zur Förderung zusammengestellt.

Potenziale im deutsch-griechischen Austausch

Am 26. Juli 2017 haben Bundesjugendministerin Dr. Katarina Barley und der Generalsekretär für Lebenslanges Lernen und Jugend im Ministerium für Bildung, Forschung und Religiöse Angelegenheiten der Hellenischen Republik, Pafsanias Papageorgiou, in Berlin eine Vereinbarung zwischen den beiden für Jugend zuständigen Fachministerien unterzeichnet. Es sieht die Gründung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks bis 2019 vor. Damit brechen für den deutsch-griechischen Jugendaustausch neue Zeiten an, denn ein Jugendwerk gewährleistet Kontinuität, fachliche Beratung, Qualifizierung und Vernetzung für die Initiator(inn)en von Austauschen – und natürlich finanzielle Förderung.

Schwerpunkt: Kirchliche Jugendarbeit

In seinem neuen Griechenland-Special 2017 ist IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. der Frage nachgegangen, welche Potenziale im deutsch-griechischen Austausch stecken und welchen Nutzen junge Menschen und Fachkräfte daraus ziehen können. Dazu wurden unter anderem Teilnehmende des Deutsch-Griechischen Jugendforums, das im März 2017 etwa 80 Aktive des deutsch-griechischen Austauschs in Thessaloniki zusammenbrachte, und Referent(inn)en des Fachtags Politische Bildung im deutsch-griechischen Jugendaustausch befragt. Den Interviews sind interessante Projektbeispiele und Einblicke in die Diskussionen während des Fachtags zu verdanken.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in diesem Griechenland-Special auf der kirchlichen Jugendarbeit. Im immer noch krisengeplagten Griechenland sind es oft die Kirchengemeinden, die Jugendlichen eine Anlaufstelle und Orientierung bieten. In Deutschland sind es auch die großen kirchlichen Jugendverbände, die auf eine lange Tradition des internationalen Austauschs zurückblicken können – auch mit Griechenland.

Situation der Griechischen Jugend

Immer im Mittelpunkt stehen die Fragen „Wie geht es den Jugendlichen in beiden Ländern?“ und „Was haben sie vom Jugendaustausch?“. Aus deutscher Perspektive ist es dabei besonders wichtig, zu verstehen, wie die Situation in Griechenland ist, was griechische Jugendliche umtreibt, wovon sie träumen und wofür sie sich engagieren wollen. Dieser Themenblock ist mit „Griechische Jugend“ überschrieben.

Ein Jugendwerk fördert nicht nur außerschulischen, sondern auch schulischen Austausch. Beim Pädagogischen Austauschdienst hat sich das Autor/-innenteam nach dem schulischen Austausch umgehört – und festgestellt, dass man dabei auch etwas für den non-formalen Bildungssektor lernen kann.

Weitere Informationen 

Dija.de - das Informationsportal zur Jugendpolitik und Jugendarbeit in Deutschland und der Welt - hält dauerhaft Zusammenstellungen von möglichen Projektpartnern und zur Förderung aktuell und vermittelt grundlegende jugendpolitische Informationen zu Griechenland. Auch dies ist Teil des Specials. Was die Förderung betrifft, so hat sich das Sonderprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu einem wichtigen Werkzeug im deutsch-griechischen Austausch entwickelt. Darauf weist IJAB besonders auch diejenigen hin, die gerade Griechenland als Partnerland im Austausch für sich entdecken. Und lädt herzlich dazu ein – denn es gibt viel Gemeinsames zu entdecken, manchmal Trennendes zu verarbeiten und zu überwinden, Aufregendes zu erkunden und ein gemeinsames Europa zu entwickeln!

Das ausführliche Griechenland-Special 2017 steht auf der Webseite von IJAB zur Verfügung. Weitere Informationen zum Jugendaustausch und zur jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Griechenland finden sich außerdem auf www.dija.de

Quelle: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., Natali Petala-Weber, Christian Herrmann und Katrin Schauer 



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