Kinder- und Jugendarbeit / Gesundheit

BJR beschließt Empfehlungen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol

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Bild: Ilja Koschembar

Verantwortliche der Jugendarbeit in Bayern achten auf einen vorbildhaften Umgang mit Alkohol, um Kinder und Jugendliche zu schützen und Alkoholmissbrauch vorzubeugen. Der Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings (BJR) hat hierzu Empfehlungen beschlossen.

Präventive Jugendarbeit fördert dabei die Persönlichkeitsbildung und Eigenverantwortlichkeit junger Menschen. „Die Jugendarbeit in Bayern geht mit gutem Beispiel voran und setzt auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol. Der BJR will Jugendliche und Erwachsene für die Problematik Alkoholmissbrauch sensibilisieren, das geht aber nicht ohne die Unterstützung von Politik und Gesellschaft“, sagte BJR-Präsident Matthias Fack.

Auszug aus den Leitlinien für die Prävention von Alkoholmissbrauch

  • Gemeinsam erarbeitete Vereinbarungen in Jugendgruppen und -treffs bilden die Grundlage für einen selbstbestimmten Umgang mit Alkohol.
  • Getränkeangebot und -preise in Einrichtungen der Jugendarbeit und bei Veranstaltungen sind kinder- und jugendfreundlich. Der Verkauf von alkoholischen Getränken darf keine Finanzierungsgrundlage von Jugendarbeit sein.
  • Die Mitarbeiter/-innen der Jugendarbeit sind sich ihrer Vorbildfunktion bewusst und leben einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Sie qualifizieren sich in Aus- und Fortbildungen auch zu Fragen der Suchtprävention.

Gesamtgesellschaftliches Thema: „Kulturdroge Alkohol“
Trotz besorgniserregender Zahlen zum Ausmaß exzessiven Alkoholmissbrauchs in Deutschland wendet sich der BJR gegen eine einseitige Stigmatisierung junger Menschen. Jugendkulturen dürfen im Zusammenhang mit der „Kulturdroge Alkohol“ nicht als Problem definiert werden; der Umgang mit Alkohol sei vielmehr ein gesamtgesellschaftliches Thema. Deshalb sieht der BJR die Politik in der Pflicht, präventive Maßnahmen zu entwickeln. So sollte etwa die Verfügbarkeit von Alkohol reduziert und Werbung für Alkohol verboten werden.
   
Quelle: Bayerischer Jugendring

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