Ganztagsbildung / Coronavirus

„Wir bleiben schlau!“: Neues vernetztes MINT-Bildungsangebot für zu Hause

Junge mit gemaltem Doktorhut lugt hinter Tisch hervor und schaut auf Reagenzgläser
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Um Schüler/-innen in Zeiten der Corona-Krise das Lernen zu Hause zu erleichtern, gibt es ab sofort ein umfangreiches Online-Angebot der Allianz „Wir bleiben schlau!“ zur MINT-Bildung in den eigenen vier Wänden. Dort finden sich z.B. Aufgaben und Anregungen für kleine Experimente oder das Programmieren. Die Allianz soll auch über die Corona-Krise hinaus Bestand haben.

Speziell für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik können online vielfältige Aufgaben und Anregungen von verschiedenen Anbietern abgerufen werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Länder haben diese Initiative gemeinsam mit Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Unternehmen ins Leben gerufen.

Über eine zentrale Internetseite gelangt man zu spannenden Aufgaben und Anregungen der rund 50 Allianz-Partner. Bestehende und neue Angebote werden gebündelt. Zum Beispiel kann man in einem virtuellen Labor selbst chemische Versuche durchführen. Oder man kann lernen, wie man einen Computer programmiert. Außerdem gibt es Experimente rund um das Thema Klima und vieles mehr.

Die Allianz soll auch über die Corona-Krise hinaus Bestand haben. Auch wenn der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann, bleibt das gemeinsame Anliegen bestehen: Das Interesse und die Begeisterung für MINT-Fächer zu wecken und auch für zu Hause spannende, lehrreiche Angebote zu machen.

Die Internetseite www.mintmagie.de richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche. Die Seite www.bildung-forschung.digital enthält Informationen und Links für Eltern und Lehrerinnen und Lehrer.

Partner der Allianz und Wettbewerbe

Zum Start der Allianz sind rund 50 Partner mit dabei – von großen Stiftungen wie Siemens und Körber über Initiativen wie die Jungen Tüftler, das Haus der kleinen Forscher und Jugend forscht bis hin zu Unternehmen wie BASF, SAP und bettermarks. Die kurzfristig aufgelegte Initiative lässt allen Partnern große Freiheit: Sie können sich als Multiplikatoren oder als Mit-Gestalter beteiligen, jetzt bereits mitwirken oder später dazustoßen, wenn sie gute, qualitätsgesicherte Angebote für zu Hause machen.

Neben den verschiedenen Initiativen und Stiftungen wird die Allianz von 15 Bundesländern unterstützt. Das BMBF fördert im Rahmen der Initiative vier Wettbewerbe für Kinder und Jugendliche zu Hause: die #MINTatHome Challenge, den MINT-Malwettbewerb der Mintmagie-Kampagne, den Wettbewerb „Mathe im April“ sowie den Wettbewerb „D3-Druck: Dein Ding in 3D!“.

Programmieren und Experimentieren – in den eigenen vier Wänden

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Gerade in diesen Wochen der Schulschließungen ist es wichtig, dass wir die Bildungsangebote für zu Hause besonders stärken. Damit möchten wir die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und die Lehrerinnen und Lehrer bestmöglich unterstützen. Ich freue mich daher, dass es uns gemeinsam mit Ländern, Wissenschaft und der Wirtschaft in kurzer Zeit gelungen ist, die Allianz für MINT-Bildung zu Hause zu starten.
Mit einem neuen vernetzten Web-Angebot möchten wir bei Schülerinnen und Schülern Interesse wecken, sich auch zu Hause mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu beschäftigen. Über den Schulstoff hinaus wollen wir zeigen, dass es nicht viel braucht, um in den eigenen vier Wänden zu experimentieren, zu programmieren, Neues zu entdecken und sich für MINT begeistern zu lassen. Sicher ist dies kein Ersatz für die schulische Bildung. Aber von dem Angebot können alle etwas haben: Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer. Damit alle, die dabei sein wollen, auch in herausfordernden Zeiten sagen können: Wir bleiben schlau!“

Die Kultusministerkonferenz unterstützt das Angebot: „MINT-Fächer sind Zukunftsfächer. Und sie machen Spaß. Mit der neuen Webseite mintmagie.de haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, spielerisch MINT zu machen. Und sie ist auch eine sinnvolle Ergänzung in Zeiten der Schulschließung, in denen Eltern zuhause den Tag ihrer Kinder strukturieren müssen“, sagte KMK-Präsidentin Dr. Stefanie Hubig und betonte: „Auch unabhängig von den Schulschließungen haben wir die Aufgabe, Kinder und Jugendlichen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Denn: Wer Freude daran hat, der wählt auch eher einen Beruf in diesem Bereich.“

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 02.04.2020

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