Internationaler Freiwilligendienst

Trotz Corona über 200 Freiwillige in Deutschland

Eine Gruppe junger Erwachsener legt die Hände in der Mitte zusammen, alle tragen Shirts mit der Aufschrift Volunteer
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Sie kommen aus Argentinien, Bolivien, Chile, Georgien, Ghana, Indien, Kenia oder Thailand: Über das weltwärts-Programm im Auftrag des Bundes können aktuell 224 junge Menschen trotz der Pandemie ihren Freiwilligendienst in Deutschland absolvieren (Stand: 16. August 2021).

Als Teil des weltwärts-Freiwilligendienstes reisen internationale Freiwillige aus über 35 Ländern des globalen Südens nach Deutschland, um sich hier in gemeinnützigen Einrichtungen zu engagieren. Sie unterstützen die Projekte dabei meist in einem Zeitraum zwischen zwölf und 18 Monaten.

Engagement? Trotz Corona möglich

Die Einreise der Freiwilligen nach Deutschland erfolgt unter strengen Kriterien und die Sicherheit der Freiwilligen sowie der Menschen, mit denen sie arbeiten, steht an oberster Stelle. Nach der aktuell vorgeschriebenen Quarantänezeit können die 224 Süd-Nord-Freiwilligen in ihren Einsatzstellen aktiv werden. Sie engagieren sich unter anderem in Kindertagesstätten, Schulen, Jugendzentren, der Obdachlosenhilfe, Begegnungs- oder Naturschutzprojekten.

Eine Süd-Nord-Freiwillige, ist Joselyn Kahunde. Sie  kommt aus Uganda und hat ihren weltwärts-Freiwilligendienst 2019/2020 mit der Aufnahmeorganisation IN VIA an einer offenen Ganztagsschule in Köln geleistet.

Ich erzählte den Kindern traditionelle Geschichten aus meinem Land, über das sie unbedingt mehr wissen wollten", sagt sie.

„Natürlich gab es auch Herausforderungen wie die Sprachbarriere, Wetterumschwünge, Krankheitsfälle und die weite Entfernung zu meiner Familie und meinen Freunden. Aber besonders wertvolle Momente waren für mich, Einblicke in mein Land und meine Kultur mit den Kindern und Kollegen zu teilen  und auch von ihnen zu lernen.“

Anders als Joselyn haben die Süd-Nord-Freiwilligen, die 2021 nach Deutschland gereist sind, den Großteil ihrer weltwärts-Erfahrung noch vor sich und können trotz der Pandemie in ihren Einsatzstellen mit anpacken. Um den Freiwilligen einen guten Start in Deutschland zu ermöglichen, kommen sie meist in Gastfamilien unter.

Die Aufnahmeorganisationen suchen daher immer wieder Gastfamilien, aber auch WG-Zimmer oder Wohnungen für die Freiwilligen.

Über weltwärts

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts richtet sich an junge Menschen ab 18 Jahren, die für eine längere Zeit im Ausland leben und sich international engagieren möchten. Zur Förderung eines gleichberechtigten Austauschs funktioniert weltwärts in beide Richtungen: Junge Menschen gehen aus Deutschland in den globalen Süden und genauso umgekehrt. Globales Lernen, interkultureller Austausch und Engagement für eine nachhaltige Entwicklung stehen dabei im Vordergrund. weltwärts wird als Gemeinschaftswerk von rund 160 gemeinwohlorientierten Trägern in Deutschland und circa 2.000 Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Ozeanien umgesetzt. Die Beratung und Unterstützung der beteiligten Akteure sowie die administrative und finanzielle Koordination verantwortet die Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global. Gefördert wird das Programm durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Quelle: Engagement Global vom 18.08.2021

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