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Deutscher Verein

EU-Kindergarantie – Starker deutscher Aktionsplan gefordert

Kleiner Junge mit aufgemalten Muskeln
Bild: © drubig photo - Fotolia.com

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. begrüßt die EU-Initiative für eine „Europäische Garantie für Kinder“ und fordert engagiertes Handeln für Kinder und Jugendliche in Deutschland. Im Rahmen eines Aktionsplans müsse sichergestellt werden, dass Armut und Benachteiligung nicht weiter vererbt werden. Notwendig sei ein ressortübergreifendes Konzept zur Prävention.

In einer Stellungnahme zur „Europäischen Garantie für Kinder“ und zur Erstellung des diesbezüglich notwendigen deutschen Aktionsplans fordert der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. entschlosseneres politisches Handeln, um soziale Teilhabe und Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche zu erreichen und zu sichern.

„Der deutsche Aktionsplan muss zum Auftrag des Grundgesetzes beitragen, gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen“, sagt Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. „Gerade Kinder sind zur Verwirklichung ihrer Rechte darauf angewiesen, dass die dafür notwendigen Unterstützungsstrukturen bedarfsgerecht und gut erreichbar zur Verfügung stehen. Armut und Benachteiligung dürfen nicht ‚vererbt‘ werden. Wir erwarten von der neuen Bundesregierung ein ressortübergreifendes Konzept zur Prävention.“

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich in der Ratsempfehlung zur EU-Kindergarantie gemeinsam verpflichtet, Kindern und Jugendlichen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind, effektiven Zugang u.a. zu frühkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung, zu Bildungsangeboten und schulbezogenen Aktivitäten und zu angemessenem Wohnraum zu gewährleisten. Bis zum März 2022 sollen nationale Aktionspläne mit Zielen und Maßnahmen für den Zeitraum bis 2030 aufgestellt werden.

Die Stellungnahme des Deutschen Vereins zur EU-Kindergarantie (PDF, 374 KB) steht als Download zur Verfügung.

Hintergrund

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer, der privatgewerblichen Anbieter sozialer Dienste und von den Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der Sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation sowie der Migration und Integration. Der Deutsche Verein wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. vom 16.12.2021

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