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Europa / Kinder- und Jugendpolitik

EU-Jugendministerinnen und -minister beraten über Hilfen für Jugendliche

Eine junge Frau sitzt im Schneidersitz und liest etwas auf ihrem Laptop, der auf ihren Beinen steht
Bild: shy_kurji - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Keine Schule, keine Treffen mit Freunden: Die Corona-Pandemie belastet viele Jugendliche. In einer Videokonferenz tauschten sich die europäischen Jugendministerinnen und -minister darüber aus, wie junge Menschen unterstützt werden können. Dr. Franzika Giffey stellte außerdem das Programm für den Ratsvorsitz vor, den Deutschland im Juli von Kroatien übernimmt.

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey hat sich am 19. Mai mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den anderen 26 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) in einer Videokonferenz darüber ausgetauscht, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie für Jugendliche hat. Geschlossene Schulen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sind für sie gravierende Einschnitte in ihrem Alltag. Die Jugendministerinnen und Jugendminister sprachen über Maßnahmen und Ideen, um junge Menschen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Zu der Videokonferenz hatte Kroatien im Rahmen seiner EU-Ratspräsidentschaft eingeladen. Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey stellte außerdem das deutsche Programm für den EU-Ratsvorsitz vor und die Schwerpunkte im Bereich Jugend.

Maßnahmen und Ideen um junge Menschen zu unterstützen

„In dieser schwierigen Zeit ist es wichtig, dass junge Menschen geschützt werden: vor Gewalt und sexuellem Missbrauch - aber auch vor Angst und Isolation zu Hause. Darüber habe ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen in den EU-Mitgliedsstaaten gesprochen. Damit für junge Menschen schnelle Hilfe ganz konkret geleistet werden kann, haben wir im Bundesjugendministerium in einem ersten Schritt unsere Beratungsangebote per Telefon und im Internet deutlich ausgebaut. Es ist wichtig, dass Jugendliche Orte und Menschen kennen, an die sie sich mit ihren Sorgen wenden können.“

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey

Die Bundesjugendministerin machte weiterhin deutlich, dass die Pandemie auch eine Herausforderung für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft darstellen wird. Denn junge Menschen und somit die Jugendpolitik in Europa sind auf vielfältige Weise von der Krise betroffen. Internationale Begegnungen können derzeit nicht stattfinden.

Jugendpolitik europaweit stärken

Zugleich zeigen junge Menschen in dieser schwierigen Zeit viel Engagement, um anderen zu helfen. Aus diesem Grund wird es wichtig sein, die drei Kernbereiche der EU-Jugendstrategie zu fokussieren und Jugendpolitik in den Bereichen Beteiligen, Begegnen und Befähigen europaweit zu stärken.

Deutschland übernimmt am 1. Juli die Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union. Es ist eines der wichtigsten Organe der EU. Alle sechs Monate wechselt der Vorsitz. Deutschland übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft von Kroatien.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zur EU-Jugendstrategie mit den drei Kernbereichen Beteiligen, Begegnen und Befährigen stehen auf den Sonderseiten des Fachkräfterportals der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung: www.jugendhilfeportal.de/eu-jugendstrategie

Ebenfalls finden sich auf dem Jugendhilfeportal Hintergrundinformationen zur Jugendstrategie der Bundesregierung: www.jugendhilfeportal.de/jugendstrategie

Eine Zusammenfassung der Schwerpunkte zur deutschen Ratspräsidentschaft (PDF 426 KB, in englischer Sprache) findet sich beim Bundesjugendministerium.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 19.05.2020

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