Digitalisierung und Medien / Europa

Österreich: Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern

Vater und Sohn gemeinsam am Tablet
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Der Umgang mit digitalen Medien wird immer mehr zu einer wichtigen Kulturtechnik. Kinder verfügen bereits über viele Erfahrungen und punktuelle Nutzungskompetenzen mit Smartphones und Tablets verfügen. Eltern sind zugleich oft verunsichert und in der Medienerziehung überfordert. Das betonte die österreichische Bundesjugendministerin Juliane Bogner-Strauß bei einer Podiumsdiskussion zur Sicherheit im Internet.

Mediennutzung wird zu einer wichtigen Kulturtechnik

„Die junge Generation wächst heute in einer immer stärker digitalisierten Welt auf. Der Umgang mit digitalen Medien wird daher zu einer wichtigen Kulturtechnik. Das bietet einerseits vielfältige Chancen, das veränderte Nutzerverhalten birgt aber andererseits auch gewisse Risiken“, sagte Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Sicherheit im Internet: Facebook, Snapchat – und die NSA liest mit. Welche Lösungsansätze gibt es in Österreich zum Schutz unserer Jugend?“.

An der Diskussion im Don Bosco Haus in Wien beteiligten sich Fachleute für Medien, Kommunikation, Prävention und Pädagogik sowie Betroffene von Cybermobbing. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Österreichischen Familienbund statt und ist Teil einer Initiative des Don Bosco Hauses gegen Cybermobbing in den Neuen Medien und des Österreichischen Familienbundes zur Stärkung der Familien in diesem Bereich.

Cybermobbing ist kein dummer Streich

„Die möglichen negativen Auswirkungen von Facebook, Snapchat und Co sind uns heute bekannt und es wird zum Glück vermehrt darüber diskutiert. Denn Cybermobbing ist kein dummer Streich, sondern eine klar strafbare Handlung. Daher ist jedes Engagement wichtig, das Cybermobbing verhindert und unsere Kinder und Jugendlichen dabei unterstützt, sich davor zu schützen“, betonte die Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend. Hilfe dazu gäbe es auch seitens des Bundeskanzleramtes, wie beispielsweise durch die „Medien-Jugend-Info“.

Diese Serviceeinrichtung zielt darauf ab, Medienkompetenz in ihrer gesamten Bandbreite zu vermitteln und zu fördern. Die Infostelle arbeitet eng mit medienpädagogischen Einrichtungen zusammen, insbesondere mit dem Verein Saferinternet.at, der Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende beim sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien unterstützt. Angeboten werden Schulungen, Workshops und eine umfassende Beratung, insbesondere zu Themen wie Hassreden im Netz, Fake News und aktuellen Trends in den digitalen Medien.

Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung bekämpfen

Bogner-Strauß verwies auch auf die Initiative des Europarates „No Hate Speech Movement“, die im Jahr 2013 ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel ist es, Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung im Internet zu bekämpfen, die Verbreitung von Hassbotschaften zu verhindern sowie Betroffene zu unterstützen. Zur nationalen Umsetzung dieser Initiative wurde in Österreich das „No Hate Speech Komitee" gegründet.

Eine Studie von Saferinternet.at zur Verwendung von digitalen Medien von Kindern im Volksschulalter habe gezeigt, dass Kinder bereits über viele Erfahrungen und punktuelle Nutzungskompetenzen mit Smartphones und Tablets verfügen, so die Bundesministerin. Eltern wären gleichzeitig oft verunsichert und in der Medienerziehung überfordert. „Man sollte daher nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern die Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken der digitalen Welt fördern. Die Weiterentwicklung der Medienkompetenz ist mir daher ein wichtiges Anliegen", so die Familien- und Jugendministerin abschließend.

Informationen zur österreichischen Initiative saferinternet.at und zum österreichischen No Hate Speech Komitee stehen online zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zur Europaratsinitiative von No Hate Speech und zur Umsetzung in Deutschland finden sich auch auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe.

Quelle: Bundeskanzleramt der Republik Österreich vom 29.05.2018

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