Andere Aufgaben

Tu doch mal was - Im neuen fluter geht es um die vielen Facetten des Themas "Arbeit"

Im aktuellen fluter wird die Welt der Arbeit aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet: beobachtet wird zum Beispiel ein Schüler, der in einem kleinen Ort in Thüringen via Internet Geschäfte mit China macht. In L.A. verfolgt ein 17-Jähriger Paparazzo Prominente. Die fluter-Autoren sprechen mit einem Workaholic ebenso wie mit einem Obdachlosen, und fragen den österreichischen Philosophen Robert Menasse im Kaffeehaus: Was ist Arbeit?

2008 arbeiteten über eine Million Menschen in Deutschland für weniger als fünf Euro in der Stunde. Frauen verdienten 2009 im Schnitt fast ein Viertel weniger als Männer. Die ungleiche Behandlung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt und die Schwierigkeiten des deutschen Bildungssystems sind Themen im Interview mit der Soziologin Jutta Allmendinger. "Die kolossale Verkürzung der Ausbildungszeit ist auf dem heutigen Arbeitsmarkt nicht zwingend und oft nicht nützlich", kritisiert die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. "Das heißt doch: Ich entscheide mit 14 über meinen weiteren Lebensweg. Das ist absurd", so Allmendinger.

Von ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr, zum Beispiel bei der Suchthilfe in Berlin oder in einem Altersheim in Jerusalem, erzählen vier Jugendliche im fluter-Protokoll. In einem anderen Beitrag wird die argentinische Fabrik "Fasinpat" vorgestellt, die seit zehn Jahren von Arbeitern geführt wird. Ihr Name "Fábrica sin Patrón" steht für "Fabrik ohne Chef." In Deutschland steht der Begriff Hartz IV für das "Arbeitslosengeld II". Eine Reportage zeigt, wie eine Familie davon lebt und eine Betreuerin erzählt von ihrer Arbeit im Jobcenter.

Außerdem im Heft: Der Autor Kai Schächtele erklärt, wie er eine Gewerkschaft gründete, während Arno Frank in einem Beitrag die Geschichte der ersten Arbeitskämpfe aufrollt. Aus Bolivien berichtet Karen Naundorf, wie sich Kinder dort für ein Recht auf faire Arbeit einsetzen.

Arbeit ist auch das Thema im Oktober auf fluter.de: Ein Video widmet sich dem Phänomen "Crowdsourcing" - Arbeitsauslagerung nach dem Prinzip "Die Masse machen lassen": Im Internet gestalten User für Firmen neue Logos oder bewerten Neuentwicklungen. Eine Flash-Grafik übersetzt die wichtigsten Zahlen der Arbeitsstatistik in Bilder. In weiteren Beiträgen sprechen die Autoren mit Experten über die Zukunft der Arbeit, über anonyme Bewerbungen und sie treffen Menschen, die Opfer von Arbeitsausbeutung wurden. Im Film beschreibt der Soziologe Dr. Marc Calmbach anhand der neuen Sinus-Milieus, wo Jugendliche sich in der Arbeitswelt sehen.

Die bpb gibt das Jugendmagazin fluter viermal im Jahr heraus. Parallel zum Print-Magazin erscheint das Online-Magazin fluter.de mit täglich neuen Beiträge und Diskussionen, wöchentlichen Film- und Buchbesprechungen sowie monatlichen Themenschwerpunkte.

Der fluter Arbeit kann kostenfrei bestellt werden unter:

www.bpb.de/fluter

Herausgeber: Bundeszentrale für politische Bildung

 

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