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Sozialpolitik

Schwesig bezeichnet Kinderarmutsbekämpfung als zentrale sozialpolitische Aufgabe

Die Kinderarmut in Mecklenburg ist nach einer Analyse der Bundesagentur für Arbeit deutlich zurückgegangen. Im Land lebten im September 2011 über 46.100 Kinder von Hartz IV. Fünf Jahre vorher waren es noch 58.000. Gleichzeitig ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis 15 Jahre in diesem Zeitraum von rund 177.000 auf etwa 187.000 gestiegen.

"Der Rückgang ist auch das Ergebnis einer wirkungsvollen Sozialpolitik der vergangenen Jahre", sagte Sozialministerin Manuela Schwesig am Donnerstag. "Es sind aber immer noch viel zu viele Kinder, die auf staatliche Leistungen angewiesen sind", so die Ministerin. Es wird die zentrale Aufgabe der Sozialpolitik bleiben, die Kinderarmut zu bekämpfen.

Die Ministerin sprach sich erneut für die Einführung eines bundesweiten, flächendeckenden Mindestlohns aus. "Das Wichtigste für Kinder ist, dass ihre Eltern eine gute Arbeit haben, von der sie leben können", sagte Schwesig. Vielen Kindern und ihren Eltern könnte damit geholfen werden. "Ein erster Schritt wird die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes für öffentliche Aufträge in Mecklenburg-Vorpommern sein."

Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit machten auch deutlich, dass in vielen Fällen gute Kinderbetreuungszeiten nötig sind, um gerade allein erziehenden Frauen den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu ermöglichen. "Wir halten an unserer guten Kinderbetreuung im Land fest und werden weiter Geld darin investieren." Ein Schwerpunkt der künftigen Arbeitsmarktpolitik wird es sein, gerade allein erziehende Frauen in gute Arbeit zu bringen.

"Zur Bekämpfung der Kinderarmut ist es wichtig, Kindern Bildung und soziale Teilhabe zu ermöglichen. Deshalb ist es gut, dass 37 Prozent aller Kinder in Mecklenburg-Vorpommern die Kosten für die Kinderbetreuung erstattet bekommen. Zusätzlich wird es weiter ein kostenfreies Mittagessen geben", sagte Schwesig.

"Mit der Absenkung der Krippenbeiträge in den kommenden Jahren hilft die Landesregierung vor allem den Familien, die knapp über dem Hartz IV-Satz verdienen", so Schwesig.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales