Achtung Icon

Relaunch - Am 19. Mai ist es soweit:

Unter der bekannten Adresse finden Sie unser Angebot als „Portal der Kinder- und Jugendhilfe“ – mit vollständig neuem Look.
Daher erfolgt ab dem 29. April ein Redaktionsstopp. Ab diesem Zeitpunkt können Sie von extern keine Inhalte mehr einpflegen.
Ab dem 19. Mai können Sie alle Angebote wieder wie gewohnt nutzen.

Sie sind hier: Startseite  Politik  Sozialpolitik

Sozialpolitik

Grüne mahnen Reformen bei Ausbildung an

Ein junger Mann ist als Auszubildender auf einer Baustelle.
Bild: © goodluz - Fotolia.com

Notwendige Strukturreformen zur Modernisierung und Öffnung der beruflichen Bildung sollen umgesetzt werden und die wenig effizienten Maßnahmen des bisherigen Übergangssystems sollen in eine effektive Förderung überführt werden. Das fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag.

Nach den Vorstellungen der Grünen (18/1456) soll die betriebliche Ausbildung konjunkturunabhängiger gemacht werden, individuelle Lern- und Ausbildungspfade sollen ermöglicht werden und Ausbildungsbetriebe sollen besser unterstützt werden. Dabei müsste die Qualität des bewährten dualen Berufsbildungssystems und die Gliederung in Berufsbildern gewährleistet bleiben.

Außerdem setzen sich die Grünen dafür ein, die Qualitätssicherung in der Ausbildung zu erhöhen. Deshalb sei es überlegenswert, die Kammern anzuhalten, Qualitätsanforderungen in der Ausbildung stärker zu überprüfen und Verstöße gegen gesetzliche Rahmenbedingungen wie etwa das Jugendarbeitsschutzgesetz zu sanktionieren. Die Beratung bei der Bundesanstalt für Arbeit solle verbessert werden und es müsste für mehr Transparenz in der Statistik gesorgt werden.

Auf den ersten Blick würden die Zahlen zum deutschen Ausbildungsmarkt einen soliden Eindruck machen. Die inzwischen mehrere Jahre andauernde stabile wirtschaftliche Entwicklung, die demographische Entwicklung und das Engagement der Unternehmen, die Ausbildungsplätze anbieten, hätten zu prinzipiell günstigen Rahmenbedingungen auf dem Ausbildungsmarkt geführt.

Gleichzeitig zeigten die Zahlen des Berufsbildungsberichts 2014 in mehreren zentralen Bereichen bedenkliche Entwicklungen auf. So sei im vergangenen Jahr der Anteil der überhaupt noch ausbildenden Unternehmen mit 21,3 Prozent erneut auf einen historischen Tiefstand gefallen. Das sei eine bedrohliche Situation, wenn man die von Seiten der Wirtschaft immer lauter vorgebrachten Warnungen vor den Konsequenzen des Fachkräftemangels in einigen Branchen berücksichtige, argumentieren die Abgeordneten. Andererseits müssten sich die Bewerber- und Bewerberinnen an die Anforderungen von immer weniger Unternehmen anpassen – und würden dabei nicht selten mit Erwartungen konfrontiert, die sie aus verschiedenen Gründen nicht erfüllen könnten. Dabei wirke sich die regional höchst unterschiedliche Verteilung von Ausbildungsangeboten massiv auf die jeweiligen Zugangschancen von jungen Menschen aus.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 273 vom 22.05.2014