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Sozialpolitik / Europa

Deutsche UNESCO-Kommission verurteilt Instrumentalisierung von Kulturerbe

Viele Menschen stehen aufgereiht nebeneinander
Bild: rawpixel.com

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat im Rahmen ihrer 78. Hauptversammlung die Instrumentalisierung von Kulturerbe als Mittel zur Ab- und Ausgrenzung klar verurteilt. Sie erinnert daran, dass der kulturelle Austausch schon immer Teil der Geschichte Europas und seiner Verbindung mit anderen Erdteilen war und betont das Potenzial des transkulturellen Zusammenlebens für Innovation, Kreativität, Freiheit und Frieden.

Mit der Resolution „Kulturelles Erbe erhalten, Vielfalt gestalten, Europa stärken“ (PDF 43 KB) fordert die Deutsche UNESCO-Kommission unter anderem die Verantwortlichen in Deutschland und Europa dazu auf, Kulturerbe und Vielfalt in ihrer zentralen Bedeutung für die Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda zu nutzen, Rahmenbedingungen für den Erhalt und die Gestaltung von Kulturerbe zu verbessern und das Erbe noch stärker für internationale Kooperationen einzusetzen. Die multilaterale Zusammenarbeit in Europa und darüber hinaus auf Basis der UNESCO-Konventionen und -Programme müsse verstärkt werden. Das Europäische Kulturerbejahr 2018 ist Anlass für den Beschluss der Hauptversammlung.

Über die UNESCO-Programme

UNESCO-Welterbestätten, -Biosphärenreservate, -Geoparks, Formen des Immateriellen Kulturerbes und das Weltdokumentenerbe  sind Zeugnisse der Geschichte und eine Basis für die Gestaltung einer friedvollen Zukunft. Sie zu erhalten, für interkulturellen Dialog und globale Partnerschaften zu nutzen und mit ihnen Zukunft zu gestalten, ist das zentrale Anliegen der UNESCO. Als einzige Organisation weltweit verbindet sie die Bewahrung von bedeutendem Kultur- und Naturerbe und der globalen Gemeingüter mit nachhaltiger Entwicklung und zeitgenössischen künstlerischen und kulturellen Ausdrucksformen. Mit ihrem umfassenden Verständnis des Menschheitserbes, mit innovativen Lern-, Schutz-, Erhaltungs- und Nutzungskonzepten, mit starker politischer Fürsprache und einem einzigartigen Netzwerk von Partnern in Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Praxis stärkt sie die kulturelle und biologische Vielfalt weltweit.

Quelle: Deutsche UNESCO-Kommission vom 08.06.2018

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