Kinder- und Jugendpolitik / Demokratie

Zweite Auflage der Publikation „16 Wege zu mehr Jugendgerechtigkeit“ verfügbar

Karten-Bildausschnitt aus der Publikation „16 Wege zu mehr Jugendgerechtigkeit“
Bild: © Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Die stark nachgefragte und zeitweise vergriffene Publikation „16 Wege zu mehr Jugendgerechtigkeit – Gelingensbedingungen für jugendgerechte Kommunen“ ist wieder in gedruckter Form bei der Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik verfügbar. Auf 90 Seiten werden die gesammelten Erkenntnisse aus dem dreijährigen Prozess „Jugendgerechte Kommunen“ präsentiert. Hierbei werden Jugendliche, Fachkräfte der Jugendhilfe, Politik und Verwaltung einzeln und im Zusammenspiel in den Blick genommen.

Von 2015 bis 2018 haben sich 16 Kommunen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen, um ihre Kommunen jugendgerechter zu machen. Von der kleinen ländlichen Gemeinde bis zur Großstadt bilden diese die Unterschiedlichkeit von Kommunen in Deutschland ab. Aus den 16 sehr individuellen Wegen wurden Gelingensbedingungen herausgearbeitet, welche eine wertvolle Ressource für alle kommunalen Akteure sein können.

Die Gelingensbedingungen sind in vier Themenfelder untergliedert. Es geht erstens um Grundvoraussetzungen für Jugendgerechtigkeit, zweitens um Wissen über und Verständnis für Jugend, drittens um Strukturen und Ausstattung sowie viertens um Kommunikation und Kooperation.

16 Gelingensbedingungen für mehr Jugendgerechtigkeit

Insgesamt wurden 16 Gelingensbedingungen für mehr Jugendgerechtigkeit anhand der Erfahrungen aus den Kommunen formuliert, die gleichsam das Verhältnis zwischen Jugendlichen, Fachkräften der Jugendarbeit, Verwaltungsmitarbeiter/-innen und politischen Entscheidungsträger/-innen beschreiben.

Der Prozess „Jugendgerechte Kommune“ hat gezeigt: Die infrastrukturellen Bedingungen sind nicht entscheidend für das Gelingen von Jugendgerechtigkeit auf kommunaler Ebene, und es ist nicht der Unterschied zwischen Ost und West oder Großstadt und ländlichem Raum, der die Fokussierung auf und Umsetzung von jugendlichen Anliegen und Bedürfnissen verhindert oder ermöglicht. Vielmehr wurde deutlich, dass eben die Bereitschaft, diese (vermeintlichen) strukturellen Voraussetzungen konstruktiv, kreativ und kooperativ zu überwinden oder sie gar als Ausreden oder Konstruktionen dafür zu entlarven, sich dem Weg zu mehr Jugendgerechtigkeit zu entziehen, der erste und wohl auch der schwerste Schritt ist – danach erscheint aber vieles einfacher und bewältigbarer. Insofern muss den 16 Referenzkommunen für ihren großen Mut gedankt werden, sich alle für den ersten, viele für den zweiten und dritten und einige noch für den vierten Schritt zu mehr Jugendgerechtigkeit entschieden zu haben. Es werden gewiss noch weitere Schritte folgen.

Bestellung und Download

Die umfassenden Erläuterungen zu den Gelingensbedingungen, unterfüttert mit vielen konkreten Beispielen aus den Referenzkommunen sind in der Handreichung  „16 Wege zu mehr Jugendgerechtigkeit“ der Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik zu finden, welche unter jugendgerecht@DontReadMeagj.de angefordert werden kann.

Die Broschüre kann für Fachveranstaltungen, Workshops oder Gruppenprozesse auch in höherer Auflage bestellt werden und ist auch als PDF (50MB) verfügbar.

Der Prozess „Jugendgerechte Kommune“ wurde von der Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ im Rahmen der Jugendstrategie des Bundesjugendministeriums 2015-2018 durchgeführt.

Quelle: jugendgerecht. de – Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik

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