Kinder- und Jugendpolitik / Kinder- und Jugendarbeit

Youth for Peace – 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg, 100 Ideen für den Frieden

Fünf Jugendliche stehen im Kreis nebeneinander
Bild: lev dolgachov

Warum und wie betrifft uns der Erste Weltkrieg auch heute noch? Welche Sicht vermitteln verschiedene Länder auf den Ersten Weltkrieg und seine Folgen? Wie können wir Frieden aktiv gestalten? Vom 14. bis 18. November widmen sich 500 junge Menschen aus ganz Europa im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung diesen Fragen. Ihr Ziel: Eine Gedenkkultur zu entwickeln, die Grenzen überschreitet.

100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg blicken 500 junge Menschen aus 48 Ländern gemeinsam in die Zukunft und entwickeln Ideen für den Frieden Vom 14. bis 18. November 2018 kommen in Berlin 500 junge Menschen aus 48 Ländern zur internationalen Jugendbegegnung „Youth for Peace – 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg, 100 Ideen für den Frieden“ zusammen. Ihr Ziel: eine Gedenkkultur verwirklichen, die nationale und europäische Grenzen überschreitet, gemeinsam Ideen für den Frieden entwickeln und dabei Antworten finden auf Fragen, wie:

  • Warum und wie betrifft uns der Erste Weltkrieg auch heute noch?
  • Wie steht es um den Frieden in Europa und mit dessen Nachbarstaaten?
  • Welche Sicht vermitteln die Länder in und um Europa auf den Ersten Weltkrieg und seine Folgen?
  • Wie sollen Politiker, wie kann die Gesellschaft, wie können wir Frieden aktiv gestalten?

Bei der feierlichen Abschlusszeremonie am Sonntag, 18. November, übergeben die Jugendlichen ihre Ideen für den Frieden an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und an den Präsidenten der Französischen Republik, Emmanuel
Macron.

Erinnerungskultur muss Grenzen überschreiten

Nach den deutsch-französischen Gedenkveranstaltungen am Hartmannswillerkopf (2014) und in Verdun (2016) vereint „Youth for Peace“ junge Teilnehmende aus ganz Europa und seiner Nachbarschaft. „Nur durch Perspektivwechsel können eine europäische, transnationale Erinnerungskultur und ein Dialog entstehen, der gerade in Zeiten des erstarkenden Nationalismus in Europa und der Welt unabdingbar ist. Bei dieser einzigartigen Jugendbegegnung unterstützt das Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) den Austausch zwischen Teilnehmenden unterschiedlicher Herkunft und Sprachen mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung in interkulturellem Lernen, Friedenspädagogik und Erinnerungsarbeit“, erklärt Béatrice Angrand, Generalsekretärin.

500 Teilnehmende spiegeln die Vielfalt Europas

Insgesamt 500 Teilnehmende im Alter von 15 bis 22 Jahren aus 48 Ländern wurden aus über 1.600 Bewerbungen ausgewählt. Darunter sind 100 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Frankreich und Europa, die am Projekt „100 Botschafter für den Frieden“ der Französischen Botschaft/Institut Français Deutschland teilnehmen.

Jede und jeder soll Mobilitätserfahrungen machen können

Internationale Jugendbegegnungen wie „Youth for Peace“ und die 9.000 Programme, die das DFJW jährlich anbietet, fördern Offenheit, Toleranz und gesellschaftliche Integration und legen damit einen wichtigen Grundstein für Völkerverständigung. „Weil grenzüberschreitende Mobilität nicht nur eine persönliche, sondern auch eine
gesellschaftliche Bereicherung ist, will das DFJW mit seinen Programmen allen jungen Menschen Austauschbegegnungen zugänglich machen – unabhängig von ihrer sozialen oder geografischen Herkunft“, unterstreicht Béatrice Angrand.

Eine außergewöhnliche, internationale Kooperation

Die Initiative für diese Jugendbegegnung geht zurück auf einen Beschluss im deutsch-französischen Ministerrat vom 13. Juli 2017. „Youth for Peace“ steht unter der Schirmherrschaft des Auswärtigen Amtes und der Mission du Centenaire de la Première Guerre mondiale. Die Veranstaltung wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk in Zusammenarbeit mit dem Institut français Deutschland, der französischen Botschaft in Deutschland, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und dem Office national des anciens combattants et victimes de guerre durchgeführt.

Partner des Projekts sind acht bi- und multilaterale Jugendorganisationen, die Körber-Stiftung, der Bundesarbeitskreis „Arbeit und Leben e. V.“, die Agentur „JUGEND für Europa“ und „IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V“.

Quelle: Deutsch-Französischen Jugendwerk vom 31.10.2018

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