Kinder- und Jugendpolitik / Digitalisierung und Medien

PLACEm: Eine Mitrede-App unterstützt die Jugendbeteiligung

Auf einem Smartphone ist die App "PLACEm" geöffnet und ein QR-Code sichtbar.
Bild: Politik zum Anfassen e.V.

Ob im Jugendtreff, im Verein, in der Schule, im Jugendverband oder in der Kommune: Die Mitrede-App PLACEm unterstützt die Jugendbeteiligung in vielfältiger Weise, denn sie ermöglicht kommunalpolitische Informationen und Beteiligungsoptionen in Form von Fotos und Videos, Quizzen, Aufgaben, Umfragen und Events. Der Verein Politik zum Anfassen e.V. stellt seine Mitrede-App in Form dieses Berichts ausführlich vor.

PLACEm - DIE MITREDE APP

Können Sie sich an das Gefühl als Kind erinnern, wenn Sie in den Ferien unbedingt ans Meer wollten, Ihre Eltern aber mit Ihnen in den Harz zum Wandern gefahren sind? Oder an Ihr Teenager-Ich, das in den Schwimmkurs musste, weil es an dem Tag der Kurswahl krank gewesen war? Und wie fühlen Sie sich heute, wenn Ihre Vorgesetzten einfach für Sie mitentscheiden?

Wenn Menschen das Gefühl bekommen, dass ihre Meinung nicht wichtig ist, führt das früher oder später zu Unzufriedenheit. Nicht nur auf Seiten derer, deren Meinung nicht berücksichtigt wird, sondern auch auf Seiten der Entscheidungsträger, die nicht wissen beziehungsweise gar nicht wissen können, wo der Schuh drückt.

Wir haben verlernt, mitzudenken. Und akzeptiert, nicht gefragt zu werden.
Genau das möchte Politik zum Anfassen mit seiner Mitrede-App PLACEm ändern.

Was ist PLACEm?

PLACEm ist ein niedrigschwelliges und interaktives Online-Tool in Form einer Smartphone-App, das bestehende und zukünftige Beteiligungsverfahren sinnvoll ergänzt und erweitert. So ermöglicht PLACEm kommunalpolitische Informationen und Beteiligungsoptionen in Form von Fotos und Videos, Quizzen, Aufgaben, Umfragen und Events. Die Mitrede-App kann sowohl von Kommunen als auch von Schulen, Sportvereinen, Jugendtreffs oder der Freiwilligen Feuerwehr genutzt werden. Als ein “Place” wird der Ort der Beteiligung bezeichnet. So könnte beispielsweise der Place „Sophie-Scholl-Gymnasium Klasse 8A” oder auch der Place “Kreiszeltlager” erstellt werden.

Die Eintrittskarte: der QR-Code

Online und Offline – beide Welten verschwimmen immer mehr miteinander und lassen sich kaum noch voneinander trennen. Was im Internet passiert, spielt auch offline eine Rolle und umgekehrt. Auch PLACEm möchte eine Verknüpfung zwischen on- und offline möglich machen. PLACEm ist ein digitales Werkzeug, das aber keinesfalls die direkte, persönliche Offline-Kommunikation ersetzen soll. Einem “Place” kann ein User nur über das Scannen eines QR-Code mit Hilfe des Smartphones beitreten, den er entweder in persona, in ausgedruckter Form oder digital über Soziale Medien erhalten kann. Der Place-Admin kann somit die Öffentlichkeit seines Places selbst regulieren, denn nur er, oder von ihm hinzugefügte Admins, verfügen über diesen QR-Code.

Immer informiert bleiben und den Überblick behalten

PLACEm ermöglicht es dem Admin eines Places seine Mitglieder direkt zu erreichen, sie mit Neuigkeiten zu versorgen und sie zu beteiligen. Die Nutzer werden via Push-Benachrichtigungen über neue Beiträge, Umfragen und Quizze informiert. Bei einer Mitgliedschaft in mehreren Places ermöglicht es die App zudem, den Überblick zu behalten. Denn die „Stream“-Ansicht zeigt den Nutzern die neuesten Beiträge aller Places chronologisch sortiert an. PLACEm kann von Nutzern also nicht nur für einen konkreten Fall benutzt werden, sondern dient vielmehr als Universalwerkzeug in verschiedenen Anwendungsbereichen.

Beteiligung lohnt sich

Für das Lesen von Beiträgen oder das Lösen von Quizzen erhalten die Benutzer Erfahrungspunkte, mit denen sie sich und andere in den Highscore-Listen vergleichen können. Kommunen oder Verbände können als Inhaber der kostenpflichtigen Premiumversion von PLACEm zudem auch Places erstellen, in denen die Nutzer für ihre Beteiligung auch sogenannte Prämienpunkte sammeln. Hier legen die Admins eines Places selbst fest, wie viel Punkte es für welche Art von Beteiligung gibt und welche Preise die Nutzer für eine bestimmte Anzahl von Prämienpunkten einlösen können. Zum Beispiel könnten sich Jugendliche mit potentiellen Verbesserungsvorschlägen für das Freibad einen freien Eintritt erspielen.

Wer steckt dahinter?

Entwickelt wurde PLACEm von Politik zum Anfassen e.V. in Zusammenarbeit mit den Software-Programmierern OrlyApps aus Bösel. Die preisgekrönten Ideen von Politik zum Anfassen e.V. wie zum Beispiel das kommunalpolitische Planspiel „Pimp Your Town!“ oder die Mitmach-Ausstellung „WahlFUN” gab es bisher nur offline. PLACEm ist nun die dazugehörige Online-Ergänzung, um die Kommunikation zwischen Vorstand und Mitgliedern, Anbietern und Teilnehmern, Jugendwarten und Ehrenamtlichen, Häuptlingen und Indianern nachhaltig zu verbessern. Die App unterstützt dabei, informiert zu bleiben, eigene Ideen einzubringen und mitzumachen.

Der Datenschutz

Bei PLACEm steht der Datenschutz der Nutzer an erster Stelle: Die App sammelt keine personenbezogenen Daten, um daraus Profit schlagen zu können. Deshalb ist bei PLACEm das Anlegen eines Benutzeraccounts optional. Alle Basis-Funktionen der App sind auch ohne Account nutzbar. Beim Erstellen eines Accounts muss einzig und allein ein Benutzername angegeben werden, Geschlecht und Geburtsjahr sind freiwillige Angaben. Bei der Auswertung von Umfragen und Quizzen wird nur die Häufigkeit der Antworten ausgewertet, Benutzernamen können nicht eingesehen werden.

Mehr Informationen

Informationen zu PLACEm oder Politik zum Anfassen e.V. stehen unter placem.de zur Verfügung. Bei weiteren Fragen oder anderen Anliegen rund um die App, freut sich der Verein über eine Nachricht an placem@DontReadMepolitikzumanfassen.de oder über einen Anruf unter 0511-37353630.

Quelle: Politik zum Anfassen e.V.

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