Kinder- und Jugendpolitik / Demokratie

„PartizipAction 13.0“: Jugend für Demokratie begeistern

Vier Jugendliche machen mit Freude auf einer Tartanbahn Liegestütze
Bild: © Sergey Novikov - fotolia.com

Vom 25. bis 27. Oktober 2019 fand zum dreizehnten Mal in Schleswig-Holstein ein Forum für Kinder und Jugendliche aus kommunalen Kinder- und Jugendvertretungen statt. Die Leitidee der Gemeinschaftsaktion „Schleswig-Holstein – Land für Kinder“ ist es, Jugendliche für die Demokratie zu begeistern.

Der Kreisjugendring Stormarn e.V. und der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Ahrensburg haben in Kooperation mit dem Sozialministerium 50 Jugendliche zu einem landesweiten Treffen in das Jugendgästehaus des Kreisjugendringes Stormarn nach Lütjensee eingeladen. Die Jugendlichen tauschten sich über unterschiedliche Aktivitäten und Erfahrungen aus, setzen sich mit Projektmanagement und Moderationstechniken auseinander, beleuchteten Probleme und Erfolge der Arbeit und entwickelnten Formen der weiteren Zusammenarbeit und der regionalen Vernetzung.

Engagement und Partizipation von Kindern und Jugendlichen

„Eine lebendige Demokratie braucht Kinder und Jugendliche, die sich einmischen. Das Engagement von Kindern und Jugendlichen in der Kommune, in Vereinen und Verbänden, in der Kirche, in Initiativen und Schulen zeigt, dass sie allen Klischees zum Trotz bereit sind, sich für die Gesellschaft einzusetzen und ihre Interessen zu vertreten“, betont Jugendminister Dr. Heiner Garg auch im Hinblick auf die im November zum zweiten Mal stattfindenden landesweiten Wahlen der Kinder- und Jugendvertretungen in Schleswig-Holstein. „Jugendliche wollen sich einbringen. Wir wollen das ermöglichen. Hier setzt das Landesforum in hervorragender Weise an und vermittelt demokratisches Handwerkszeug, wobei aber auch der Spaß nicht zu kurz kommt“.

Kinder- und Jugendthemen in der Kommune

In Schleswig-Holstein gibt es Kinder- und Jugendbeiräte und -parlamente in derzeit ca. 60 Städten und Gemeinden, in denen sich die jungen Mandatsträger für Kinder- und Jugendthemen in ihrer Kommune engagieren und nach den Vorgaben der Gemeindeordnung arbeiten. Die Folgen: Die Jugendvertretungen besitzen in der Regel ein Antrags- und Rederecht im Gemeinde- oder Stadtrat und größtenteils auch entsprechende (beratende) Sitze in weiteren Ausschüssen. Die Mitarbeit erwachsener Begleitpersonen, beispielsweise einer Jugendpflegerin oder eines Jugendpflegers, dienen der fachlichen Unterstützung und somit der Produktivität der Jugendvertretungen. „Die Landesregierung wird die Arbeit der kommunalen Jugendvertretungen und insbesondere den jährlichen Erfahrungsaustausch weiterhin unterstützen“, erklärte Garg.

Die Jugendlichen, die an der Veranstaltung in Lütjensee teilgenommen haben, kommen aus allen Teilen des Landes, so z.B. aus den Städten Ahrensburg, Kellinghusen, Elmshorn, Norderstedt, Neumünster, Kiel, Lauenburg, Eutin, Bad Oldesloe, Bad Segeberg, Bargteheide, Reinfeld und Heiligenhafen, aber auch kleineren Gemeinden wie Aukrug oder Süderbrarup.

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein vom 25.10.2019

Info-Pool