Jugendring Hessen

Junge Menschen fordern von Landespolitik mehr Jugendbeteiligung

Eine Gruppe junger Menschen steht um einem Tisch und bespricht Unterlagen, die auf diesem ausgebreitet sind
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Mit dem Ziel, Jugendbeteiligung entscheidend voranzubringen, hat der Hessische Jugendring einen Austausch zwischen Trägern der Jugendbeteiligung, Expert(inn)en und Jugendorganisationen initiiert. Im Ergebnis haben die Beteiligten nun ein konsensfähiges und umsetzbares Konzept vorgelegt.

Jugendbeteiligung in Hessen voranzubringen – das ist ein zentrales Ziel des Hessischen Jugendrings. Im Rahmen eines intensiven fachlichen Austauschs wurde ein umfassendes Konzept „Jugendbeteiligung auf Landesebene“ veröffentlicht, das im breiten Konsens von allen relevanten Akteuren der Jugendbeteiligung und landesweiten Jugendorganisationen mitgetragen wird. Das Konzeptpapier empfiehlt konkrete Beteiligungsformate, die Koordination durch eine landesweite Fachstelle und weitere Maßnahmen für ein jugendgerechtes Hessen. Es richtet sich als konkrete Handlungsempfehlung an die hessische Landespolitik.

„Wirksame Jugendbeteiligung bedeutet, jungen Menschen Verantwortung zu übertragen und sie als Mitglieder unserer Gesellschaft sowie ihre Interessen, Anliegen und Bedürfnisse ernst zu nehmen”, sagte Vorstandsmitglied Eltje Reiners nach dem insgesamt dritten Fachgespräch zum Thema Jugendbeteiligung auf Landesebene und betont: „Jugendbeteiligung stärkt die demokratische Haltung und gesellschaftliche Teilhabe der jungen Generation und fördert damit eine lebendige Demokratie der Zukunft. Vor allem aber sorgt Jugendbeteiligung für eine jugendgerechtere Ausgestaltung der aktuellen Politik, wenn jugendliche Interessen durch wirksame Beteiligung eine stärkere Berücksichtigung finden.“

Von Jugendrat bis Jugendportal

Die folgende zentralen Handlungsempfehlungen wurden im Konzeptpapier vereinbart:

  • die Einrichtung eines Jugendrats Hessen als institutionalisiertes Format der Jugendbeteiligung,
  • ein regelmäßig stattfindender Landesjugendkongress als offenes Format des Dialogs zwischen Jugend und Landespolitik,
  • die Einrichtung eines Jugendportals Hessen als Online-Beteiligungsplattform und als Informationsportal für Jugendbeteiligung in Hessen und
  • die Einrichtung einer landesweiten Fachstelle Jugendbeteiligung zur Koordination, Vernetzung, fachlichen Weiterentwicklung und pädagogischen Begleitung der Jugendbeteiligung sowie zur Beratung und Qualifizierung von Kommunen und freien Trägern.

Das gemeinsam entwickelte Konzept stellt einen breiten fachlichen Konsens dar, in dem eine Vielzahl an Perspektiven eingebunden und berücksichtigt wurden, und versteht sich als fundierte Handlungsempfehlung für die Weiterentwicklung der Jugendbeteiligung in Hessen.

Die beteiligten Akteure waren:

  • Hessischer Jugendring (hjr)
  • Landesschüler(innen)vertretung (LSV Hessen),
  • Hessische Union zur Stärkung der Kinder- und Jugendinteressen (HUSKJ),
  • Hessischer Städtetag und Hessischer Landkreistag (noch in interner Abstimmung),
  • AK Jugendarbeit, Jugendbildung, Jugendsozialarbeit und Jugendschutz im Hessischen Städtetag und Hessischen Landkreistag,
  • LAG Kinder- und Jugendbeteiligung,
  • Stadt- bzw. Kreisjugendringe,
  • Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG),
  • Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen e.V. (MuK).

Quelle: Hessischer Jugendring vom 02.03.2021