Kinder- und Jugendpolitik / Kinder- und Jugendarbeit

Jugendkongress hebt Beteiligung junger Menschen in Hessen auf ein neues Level

Vier junge Menschen stehen vor einer Mauer und halten über ihren Köpfen bunte Sprechblasen.
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Über 100 engagierte junge Menschen haben am 7. September auf dem HOP! JUGENDKONGRESS MIT_WIRKUNG in Frankfurt konkrete Vorschläge an die hessische Landespolitik erarbeitet, um die Beteiligung junger Menschen in Hessen zu verbessern. Drei Themen bzw. Forderungen waren bestimmend.

Blick über den Tellerrand

Jugendliche aus Jugendverbänden, kommunalen Jugendparlamenten bzw. Jugendforen und -beiräten, Schüler(innen)vertretungen, offener Jugendarbeit sowie kommunalen Beteiligungsprojekten diskutierten im Rahmen des interaktiv und abwechslungsreich gestalteten Tagesprogramms die Frage: Was braucht eine erfolgreiche Jugendbeteiligung in Hessen an Rahmenbedingungen und Strukturen? Die große Mehrheit der Teilnehmenden war unter 18 Jahren alt, darunter ein hoher Anteil an Mädchen und jungen Frauen. Dabei wagten sie im gegenseitigen Austausch einen Blick über den Tellerrand ihrer jeweiligen Beteiligungsformen und -formate hinaus.

Der Schirmherr des Kongresses Staatsminister für Soziales und Integration Kai Klose sowie weitere Abgeordnete des Hessischen Landtags nahmen am Kongress teil. Veranstalter war der Hessische Jugendring (hjr).

Strategien für eine bessere Jugendbeteiligung finden

„Erstmals gibt es in Hessen einen landesweiten Kongress, bei dem engagierte junge Menschen aus unterschiedlichen Kontexten zusammenkommen, um sich auszutauschen, Lösungen für aktuelle Problemstellungen im Bereich der Jugendpartizipation zu suchen und Strategien für eine bessere Jugendbeteiligung in Hessen zu finden. Dass die politischen Vertreter/-innen sich heute Zeit genommen haben, um den jungen Menschen zuzuhören, zeigt die Relevanz der Thematik und auch, dass diese Anliegen ernstgenommen werden.“, sagte Constanze Coridaß, stellvertretende Vorsitzende des hjr am Samstag in Frankfurt.

Kernforderungen der Jugendlichen

Bestimmend waren drei Themen bzw. Forderungen: die Absenkung des Wahlalters, eine bessere Ausstattung, z.B. für Jugendparlament und Schüler(innen)vertretungen, sowie mehr Angebote der politischen Bildung – innerhalb wie außerhalb von Schule. Die Teilnehmenden haben die Diskussionsergebnisse vor Ort an die anwesenden Landespolitiker/-innen übergeben und erwarten eine politische Wirkung ihrer Forderungen.

„Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche mitbestimmen können, wie die Welt und unsere Gesellschaft von morgen aussehen – denn es ist ihre. Für seine Rechte einzutreten und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen ist ein Gewinn für jede Einzelne und jeden Einzelnen genauso wie für alle. Der HOP! JUGENDKONGRESS MIT_WIRKUNG ist eine hervorragende Plattform, um Erfahrungen auszutauschen, sich zu vernetzen und Jugend künftig noch wirksamer zu beteiligen. Gerne habe ich deshalb die Schirmherrschaft für diesen Kongress übernommen.“ resümierte Schirmherr und Minister für Soziales und Integration Kai Klose am Samstag auf dem Kongress.

Maßstab für Jugendbeteiligung auf allen politischen Ebenen

Für den Hessischen Jugendring geht es nach dem Jugendkongress erst richtig los. Der hjr hat sich zum Ziel gesetzt, dass die Ergebnisse des Kongresses als Maßstab für Jugendbeteiligung auf allen politischen Ebenen in Hessen etabliert werden. Dafür wird sich der hjr im politischen und fachlichen Diskurs intensiv einsetzen und am Thema Partizipation weiterarbeiten.

Hintergrund

Der HOP! Jugendkongress MIT_WIRKUNG ist ein Projekt des Hessischen Jugendrings. Gefördert wird das Jugendpartizipationsprojekt durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration im Rahmen des JugendaktionsprogrammP 2017-2019 „Gemeinsam Zukunft gestalten“.

Quelle: Hessischer Jugendring vom 09.09.2019

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