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Familienpolitik

Wie familiengerecht ist Deutschlands Wissenschaftssystem?

Ein Vater füttert seinen Säugling
Bild: © Günter Menzl - Fotolia.com

Die Online-Plattform "Wissenschaft und Familie" möchte ein möglichst realistisches Bild von den Herausforderungen zeichnen, die die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie mit sich bringen. Welche Probleme und Hürden tauchen auf dem wissenschaftlichen Karriereweg auf? Interessierte sind zum Dialog auf der Webseite aufgerufen.

Deutschlands Wissenschaftssystem wird nachgesagt, es sei nicht besonders familienfreundlich. Dabei haben zahlreiche Initiativen in den letzten Jahren gezeigt, dass durchaus Verständnis und Veränderungswillen vorhanden sind.

Wie viel Erfolg haben diese Initiativen gehabt? Was hat sich tatsächlich bewegt? Wie lassen sich, jenseits aller Pauschalisierungen, Beruf und Familie in der Realität, im wissenschaftlichen Alltag vereinbaren? Welche Lösungen haben sich bewährt? Welche weiteren Veränderungen könnten zukünftig – im Interesse eines leistungsstarken, familienfreundlichen Wissenschaftssystems – nachhaltig zur Verbesserung der Situation beitragen?

Die Junge Akademie lädt Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit und ohne Kinder ein, ihre persönlichen Erfahrungen, Ansichten und Anregungen auf der interaktiven Webseite "Wissenschaft und Familie"  – auf Wunsch anonym – mit anderen zu teilen und zu diskutieren. Alle eingereichten Beiträge werden ab dem 15. Juni 2015 zu lesen sein.

Über das Projekt

Ausgangspunkt

Bisher ist der wissenschaftpolitische Diskurs über die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie im Wesentlichen negativ geprägt. Über die Probleme, denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Familiengründung begegnen, wird viel berichtet. Auf mögliche und vielleicht sogar bewährte Lösungen wird selten hingewiesen. Kaum Erwähnung finden auch die Vorteile, die die Wissenschaft im Vergleich zu anderen Berufen mit sich bringt. Auf der anderen Seite werden längst nicht alle gravierenden Probleme öffentlich angesprochen, die sich im Alltag ergeben. Gerade die betroffenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die noch keinen gesicherten Status genießen, zögern, ihre Schwierigkeiten in der Öffentlichkeit zu thematisieren.

Die Diskussion erweitern

Das Projekt eröffnet vor diesem Hintergrund einen interaktiven Dialog zur Erweiterung der Diskussion über die tatsächliche Situation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Erfahrungsberichte aus erster Hand zeigen auf, wo die echten Probleme und Missstände zu finden sind und welche Lösungsstrategien sich bewährt haben. Zugleich zeichnet dieser Dialog ein Stimmungsbild. Neue Erkenntnisse können vorausschauend Antworten auf die Frage bringen, welche Veränderungen im Sinne der Vereinbarkeit das Wissenschaftssystem nachhaltig verbessern könnten?

Wer kann mitmachen?

Eingeladen sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit und ohne Kinder sowie alle Interessierten, ihre Erfahrungen, Ansichten und Anregungen auf dieser Dialogplattform mitzuteilen. Es können Beiträge zu unterschiedlichen Themen, beispielsweise Karrierewege, Promotion, Mobilität oder Juniorprofessur, gepostet werden. Mit der Kommentarfunktion können die Nutzerinnen und Nutzer dieser Webseite die veröffentlichten Beiträge kommentieren. So entsteht ein Dialog, der von einer Online-Redaktion moderiert wird.

Posting von Beiträgen: 15. Juni bis 31. August 2015

Die Dialogplattform ermöglicht einen direkten Austausch: Sie besteht aus Beiträgen und Kommentaren, die ab sofort über die jeweiligen Eingabemasken abgeschickt werden können. Mit Beginn der Posting-Phase am 15. Juni werden alle eingehenden Beiträge und Kommentare veröffentlicht. Bis zum 31. August 2015 können Kommentare und Beiträge abgeschickt werden. Vor Beginn dieser aktiven Posting-Phase finden Sie auf der Seite pointierte Statements von Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik, die ebenfalls kommentierbar sind.
Im Anschluss an die Posting-Phase wird die Webseite als Blog weitergeführt. Die zeitliche Begrenzung verleiht der Webseite einen besonderen Ereignis-Charakter, der bei herkömmlichen Internet-Formaten (z.B. Blogs oder Foren) fehlt. Ein besonderes Augenmerk wird auf der Moderation des Dialoges liegen, die einen sachlichen und authentischen Dialog ermöglicht. Feste Dialogregeln bilden die Grundlage für das Vertrauen in dieses innovative Dialogformat.

Initiatoren des Projekts

Die drei Initiator/.innen des Projektes, Prof. Dr. Veronika Lipphardt, Prof. Dr. Giesela Rühl und Dr. Emanuel V. Towfigh, sind in Vollzeit in der Wissenschaft tätig und haben jeweils zwei Kinder. Ihre Partner bzw. Partnerin sind ebenfalls voll berufstätig. Alle drei kennen die Vor- und Nachteile wissenschaftlicher Tätigkeit aus erster Hand. Sie sind bzw. waren Mitglieder der Jungen Akademie.

Hintergrundinformation

Die Junge Akademie wurde im Jahr 2000 als weltweit erste Akademie für herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Leben gerufen. Ihre Mitglieder stammen aus allen wissenschaftlichen Disziplinen sowie aus dem künstlerischen Bereich – sie loten Potenzial und Grenzen interdisziplinärer Arbeit in immer neuen Projekten aus, wollen Wissenschaft und Gesellschaft ins Gespräch miteinander und neue Impulse in die wissenschaftspolitische Diskussion bringen.
Die Junge Akademie wird gemeinsam von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina getragen. Sitz der Geschäftsstelle ist Berlin.

Quelle: Die Junge Akademie