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Familienpolitik

KDFB will Alternativen zum Betreuungsgeld

Der Bundesausschuss des KDFB fordert die Bundesregierung auf, auf eine Barauszahlung des Betreuungsgeldes zu verzichten.

Köln, 15.3.2010 - Stattdessen sollen weitere Möglichkeiten für den Umgang mit dem Betreuungsgeld geprüft und dabei deutlicher an die Situation der Frauen gedacht werden. 

„Wir teilen die Auffassung der Bundesregierung, die Leistungen der Eltern in Bezug auf die Kindererziehung stärker zu fördern und anzuerkennen, betrachten jedoch die geplante Barauszahlung des für 2013 geplanten Betreuungsgeldes für Kinder unter drei Jahren kritisch“, sagte KDFB-Präsidentin Ingrid Fischbach. Vielmehr müsste Erziehenden die Wahlfreiheit überlassen werden, wofür sie staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen wollen.  

Statt Barleistung und Gutscheinen fordert der Verband, dem bundesweit 220.000 Frauen angehören, die Prüfung weiterer Alternativen. Dazu zählen für den Frauenbund, der sich seit vielen Jahren für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Arbeitswelt einsetzt, folgende Möglichkeiten: die Anrechnung von Erziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung, der Aufbau einer privaten Altersvorsorge, z.B. Riester-Rente, die Einzahlung in eine kapitalgedeckte Pflegeversicherung, der Erwerb von Ansprüchen für die eigene Weiterbildung und die Unterstützung des Wiedereinstiegs in den Beruf. 

Die Politik solle sich bei der Diskussion um das Betreuungsgeld fragen, wie Frauen, die wegen der Kindererziehung die eigene Berufstätigkeit zurückstellen, besser unterstützt werden können. „Frauen ernst nehmen heißt, ihnen konkrete Investitionen in die eigene Zukunft anzubieten und ihnen dabei Wahlfreiheit zu lassen“, erläuterte Fischbach die Forderung des Frauenbundes. Die Absicherung im Alter oder die Rückkehr in den Beruf seien für Frauen wichtige Themen, die in der aktuellen Diskussion unbedingt mit bedacht werden müssten. 

Quelle: Katholischer Deutscher Frauenbund e.V. (KDFB)