Kindertagesbetreuung / Familienpolitik

Bayerns Familienministerin lobt den Fortschritt im Krippenausbau

"Wer behauptet, dass Bayern beim Krippenausbau hinterherhinken würde, der jongliert mit Zahlen ohne Aussagekraft. In Wahrheit haben die bayerischen Kommunen in den letzten Jahren eine furiose Aufholjagd hingelegt und können sich mit Fug und Recht als deutsche Ausbaumeister fühlen", so Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer.

"Das hat jetzt auch das Deutsche Jugendinstitut mit seiner neuesten Studie bestätigt: Danach decken die bayerischen Kommunen die Betreuungswünsche der Eltern besser ab als dies in allen anderen westdeutschen Ländern der Fall ist. Nur die Ostländer liegen aus historischen Gründen bei der Bedarfsdeckung noch vor Bayern, das aber bei im Schnitt deutlich schlechterer Betreuungsqualität", so Christine Haderthauer mit Blick auf die kürzlich veröffentlichte Länderstudie des Deutschen Jugendinstituts.

"Besonders erfreulich ist, dass bei den zweijährigen Kindern in Bayern nur noch eine ganz kleine Lücke zwischen dem Betreuungswunsch der Eltern und der erreichten Betreuungsquote liegt, laut DJI gerademal 4,9 Prozentpunkte. Und das obwohl das DJI bei seiner Untersuchung mit den veralteten Betreuungszahlen des statistischen Bundesamts arbeiten muss, um vergleichbare Daten für alle Länder zu erhalten. Tatsächlich stellen die bayerischen Kommunen aktuell im Schnitt bereits für rund 43 Prozent der ein- und zweijährigen Kinder Betreuungsplätze bereit. In vielen bayerischen Kommunen heißt das schon heute: Ziel erreicht - genug Betreuungsplätze, um die Wünsche der Eltern zu erfüllen! Die meisten anderen befinden sich auf der Zielgeraden zur Bedarfsdeckung 2013. Wenn jetzt auch noch die SPD-geführten Großstädte nachziehen, muss keiner bayerischen Kommune vor dem Rechtsanspruch bange sein. Dabei dürfen die Herren Oberbürgermeister aus München und Nürnberg sich nicht hinter ihren ach so hohen Betreuungsquoten verstecken, um dann als vermeintliche Rankingsieger das eigentliche Ziel der Bedarfsdeckung zu verfehlen. Denn der Bedarf ist in den Großstädten um ein vielfaches höher als auf dem Land und den Münchner Eltern wird es egal sein, dass viele ihrer Freunde einen Krippenplatz bekommen, wenn sie selbst leer ausgehen", so Haderthauer abschließend.

Die Studie des DJI ist abrufbar unter www.dji.de/dasdji/home/DJI_Kifoeg_Laenderstudie_2012-11.pdf (PDF, 408KB).

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen vom 06.12.2012

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