Jugendsozialarbeit / Sozialpolitik

3,5 Millionen Euro für Modellprojekte für benachteiligte Jugendliche und junge Flüchtlinge in Bayern

Drei Auszubildende lernen Elektrotechnik.

Bayern investiert 3,5 Millionen Euro um benachteiligte Jugendliche und Jugendliche mit Fluchthintergrund auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu integrieren. Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller betont, mit den Projekten an sechs Standorten auch Jugendlichen, die bisher kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hatten, einen Weg ebnen zu wollen.

"Ziel der Qualifizierung ist es, die jungen Menschen in eine betriebliche oder schulische Ausbildung oder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Wir wollen dabei neue Wege in die Ausbildung und die Arbeitswelt erproben."

Um die Ausbildungsreife und die Beschäftigungsfähigkeit der Jugendlichen zu verbessern, wird auf kombinierte Aktionen in öffentlicher und privater Partnerschaft zwischen ESF, Arbeitsverwaltung und Unternehmen gesetzt. Durch die Zusammenarbeit der Akteure soll eine langfristige berufliche Perspektive für die Jugendlichen entwickelt werden. Die Jugendlichen erhalten beispielsweise ein Mentoring und werden möglichst individuell qualifiziert. Auch Betriebspraktika werden im Rahmen des Projektes angeboten. Ab September starten die Modellprojekte in München, Augsburg, Erlangen, Ingolstadt, Cham und im Landkreis Mühldorf. Für die Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund fünf Millionen Euro werden 3,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds investiert.

Die Projekte wurden vom ESF-Innovationsausschuss unter Mitwirkung der Sozial- und Wirtschaftspartner ausgewählt. Mitglieder im Innovationsausschuss sind die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Bayern, der Bayerische Jugendring, der Bayerische Industrie- und Handelskammertag, der Bayerische Handwerkstag, der Bayerische Städtetag, die Bundesagentur für Arbeit und die Verwaltungsbehörde ESF in Bayern.

Nähere Informationen sind zu finden unter www.esf.bayern.de

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration vom 18.08.2017

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