Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Stephan Groschwitz zum neuen Vorsitzenden des Deutschen Bundesjugendrings gewählt

Fünf junge Erwachsene halten sich bei den Armen
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Der kinder- und jugendpolitische Referent der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend e.V. (aej) bildet zusammen mit Lisi Maier vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) für zwei Jahre die neue Doppelspitze des DBJR.

Am Wochenende wurde Stephan Groschwitz im Rahmen der 86. Vollversammlung des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) von den Delegierten als neuer Vorsitzender gewählt. Der kinder- und jugendpolitische Referent der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend e.V. (aej) bildet zusammen mit Lisi Maier vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) für zwei Jahre die neue Doppelspitze des DBJR. Maier wurde bei der Wahl in ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt.

Stephan Groschwitz hat in Berlin Soziologie und Politik studiert. Während eines zehnjährigen USA-Aufenthalts begann er dort seine Promotion und betrieb an der University of Cincinnati Politikforschung und unterrichtete Jugendsoziologie. 2012 kehrte Stephan Groschwitz wieder nach Deutschland zurück und arbeitet seit dem als Referent für Kinder- und Jugendpolitik bei der aej. Dort ist er kein unbeschriebenes Blatt, denn er war schon als junger Ehrenamtlicher im Vorstand der aej aktiv.

„Jugendverbände sind der Samen einer gerechten und demokratischen Zivilgesellschaft.“ Davon ist Stephan Groschwitz schon seit seinem früheren politischen Engagement für die Belange Jugendlicher überzeugt: „Junge Menschen brauchen Luft zum Atmen und Raum, die Gesellschaft zu erneuern. Heute mehr denn je brauchen sie eine starke Stimme. Als Dach der Jugendverbände ist das der Deutsche Bundesjugendring. Die Entwicklung einer eigenständigen, einmischenden Jugendpolitik und die Absicherung der Jugendarbeit werden Schwerpunkte der nächsten Jahre. So muss die gegenwärtige Gesetzeslage endlich umgesetzt werden: Jugendverbände sind vom Staat ausreichend zu fördern. Jugendarbeit ist keine "freiwillige" Leistung. Das bedeutet auch, dass der Kinder- und Jugendplan des Bundes nach nunmehr 12 Jahren endlich mit mehr Geld ausgestattet werden muss.“

Im Deutschen Bundesjugendring sind 26 Jugendverbände, 16 Landesjugendringe und fünf Anschlussverbände organisiert. Die Mitgliedsorganisationen des DBJR stehen für ein breites Spektrum jugendlichen Engagements: Konfessionelle (wie die aej), ökologische und kulturelle Verbände sind hier ebenso zusammengeschlossen wie Arbeiterjugend-Verbände, humanitär geprägte Verbände, Pfadfinder/-innen-Verbände und Verbände junger Migrant/-innen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. vom 28.10.2013

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