Kinder- und Jugendarbeit / Ganztagsbildung

Merkel zu „Jugend forscht“: Talente fördern und völlig neu denken

Reagenzglas halbgefüllt mit Wasser
Bild: © Vasily Merkushev - fotolia.com

Deutschland ist ein weltweit anerkannter Forschungsstandort. Damit das so bleibt, ist es wichtig, „immer wieder junge Talente zu fördern“, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Video-Podcast. Am 06. September trifft die Kanzlerin Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs „Jugend forscht“ im Bundeskanzleramt.

„Wir müssen darum werben, dass wir genügend junge Menschen haben, die sich für Mathematik, Naturwissenschaften, Ingenieurswissenschaften interessieren“, sagt Merkel. 90 Prozent der erfolgreichen „Jugend forscht“-Teilnehmer studierten später in diesen Disziplinen. Auch deshalb sei der Wettbewerb „ein riesiger Erfolg“.

Wettbewerb ist ein riesiger Erfolg

Durch die Digitalisierung eröffneten sich vollkommen neue Forschungsgebiete. Hier sei es wichtig, „völlig neu zu denken“, so die Kanzlerin. Das Bundeskabinett hat deshalb in dieser Woche zwei Agenturen gegründet, die sich mit disruptiven Entwicklungen beschäftigen – eine Agentur für sogenannte „Sprunginnovationen“ und eine für Innovationen in der Cybersicherheit.

Preis der Bundeskanzlerin für die orignellste Arbeit

Mit einem Empfang im Bundeskanzleramt am 6. September 2018 um 11:00 Uhr würdigt Bundeskanzlerin Angela Merkel die 61 Preisträgerinnen und Preisträger des 53. Bundeswettbewerbs „Jugend forscht“. 

Die Bundeskanzlerin wird bei dem Empfang den „Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit“ überreichen. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Preisträger ist in diesem Jahr ein Geschwisterpaar aus Fulda. Anna (16) und Adrian Fleck (20) entwickelten einen speziellen Gelenkschutz aus flüssiger Speisestärke. Er schützt Gelenke, Rücken oder Schultern bei Stürzen etwa beim Inlineskaten oder im Motorsport. Die Flüssigkeit erstarrt bei hoher Krafteinwirkung.

Live-Schaltung zur internationalen Raumstation ISS

An dem Empfang im Kanzleramt wird auch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek teilnehmen. Im Anschluss an den Empfang ist eine Live-Schaltung zur internationalen Raumstation ISS zum deutschen Astronauten Alexander Gerst geplant. 

Mehr als 12.000 Jungforscherinnen und Jungforscher hatten sich bundesweit für den Wettbewerb 2018 angemeldet. Insgesamt 4.550 Mädchen meldeten sich für den diesjährigen Wettbewerb an, - das ist mehr als ein Drittel aller Teilnehmer. 182 Jugendliche hatten sich mit insgesamt 105 Projekten für das Finale im Mai in Darmstadt qualifiziert.

Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 31.08. und 01.09.2018 

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