Kinder- und Jugendarbeit

Jugendliche produzieren Dokumentation über aktuellen Antisemitismus

Filmklappe
Bild: OpenClips / pixabay.com

Antisemitismus ist in der deutschen Gesellschaft bei vielen Menschen präsent, Vorbehalte gegen Juden sind nach wie vor relativ weit verbreitet. Mehrere Teams von Jugendlichen haben hierzu eine Dokumentation produziert, die am 28. November 2014 in Wuppertal gezeigt wird.

"Typisch Jude": Ein Filmprojekt von jüdischen und nicht-jüdischen Jugendlichen

Am 28.10.2014 findet um 19:30 Uhr im CinemaxX Wuppertal die Premiere der, von Jugendlichen produzierte, Dokumentation "Typisch Jude" über Antisemitismus statt. Der Eintritt in die Veranstaltung ist frei. Im Anschluss an die Filmaufführung gibt es eine Publikumsdiskussion.

Antisemitismus: Ein aktuelles Problem?

Unter Schülern wird das Wort „Jude“ vielerorts als Schimpfwort benutzt, besonders präsent ist Judenfeindlichkeit bei Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Der Film setzt sich mit diesen Problemen auseinander und beleuchtet verschiedene Ausprägungen von Judenfeindlichkeit. Mehrere Teams von Jugendlichen unter Beteiligung von jüdischen Jugendlichen haben eine Dokumentation mit folgenden Schwerpunkten produziert:

  • Jugendliche beschreiben ihr Selbstverständnis als Juden in Deutschland und berichten, wie sie von Diskriminierung betroffen sind.
  • Nichtjüdische Schüler/-innen interviewen sich gegenseitig zum Thema Juden und Antisemitismus.
  • Jüdische Jugendliche führen einen Dialog mit Jugendlichen, die einen palästinensischen Familienhintergrund haben.
  • In Straßeninterviews werden verschiedene Stereotype verdeutlicht, die viele Nichtjuden mit Juden verbinden.
  •  Reaktionen auf den Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal im Sommer 2014 werden dokumentiert.
  • Der Politik- und Erziehungswissenschaftler Dr. Marcus Meier erläutert die wesentlichen Muster des aktuellen Antisemitismus.
  • Leonid Goldberg beschreibt das Problem des Antisemitismus aus seiner Sicht als Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde in Wuppertal.
  • Der Politikwissenschaftler Stefan E. Hößl beschreibt das Phänomen von Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen in Deutschland.
  • Die Jüdin und Holocaust-Überlebende Tamar Dreifuss beschreibt, wie sie heute das Problem Antisemitismus in Deutschland wahrnimmt.
  • Der Film soll das Problem des Antisemitismus in Deutschland darstellen, Vorurteile deutlich machen und diesen entgegenwirken.

Kartenreservierungen können beim Medienprojekt Wuppertal vorgenommen werden unter der Telefonnummer 0202 5632647 oder per E-Mail an [email protected]. Vorbestellte Karten müssen bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Foyer des Kinos abgeholt werden.

Der Film wird ab der Premiere deutschlandweit als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD vertrieben. DVD-Bestellung über: www.medienprojekt-wuppertal.de

Quelle: Medienprojekt Wuppertal e. V. vom 20.10.2014

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