Kinder- und Jugendarbeit / Europa

Jugendkultur ist kein Einheitsbrei: Eine Studie untersuchte den Zugang Jugendlicher zur Kultur

Der Zugang zur Kultur geht weit über die Information zu und die Nutzung von kulturellen Produkten hinaus. "Zugang zur Kultur", das meint Spaß, die Möglichkeit, sich auszudrücken, die Umwelt zu gestalten und vor allem die Chance auf Persönlichkeitsentwicklung, zeigt eine aktuelle Studie im Rahmen von JUGEND IN AKTION.

Eine Studie der "Interarts Foundation" illustriert, dass die Wege, wie Jugendliche als Nutzer oder Akteure oder einfach als Teilnehmer Zugang zu Kultur finden, vielfältig sind und manchmal experimentell. Neben klassischen Informationswegen und Institutionen sind die modernen Kanäle der Jugendkultur oft dynamisch, informell und genießen häufig keine Anerkennung durch die übrige Öffentlichkeit.

Aber wer meint, die gegenwärtigen Jugendkulturtrends und die Jugendlichen in Europa seien sich inzwischen alle irgendwie ähnlich, der irrt. Jugendliche, so die Studie, sind keine homogene Gruppe und benötigen differenzierte, koordinierte und langfristige Strategien für die kulturelle Teilhabe. Es gibt Unterschiede zwischen Jugendlichen je nach städtischem oder ländlichem Umfeld, zwischen Jugendlichen in interaktiven, kosmopolitischen und differenzierten urbanen Umfeldern und Jugendlichen in homogeneren und geschlossenen urbanen Milieus. Es gibt außerdem Unterschiede zwischen Ländern, in welchen Jugendkultur mehr durch dien „Newcomer“ markiert ist, etwa durch Migrantinnen und Migranten, und Ländern, in denen kulturelle Traditionen lebendig sind.

Die Studie wurde im Rahmen der Aktion 5.2 von JUGEND IN AKTION von der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) in Auftrag gegeben. Sie wurde 2009 unter Beteiligung von Fachleuten aus den Mitgliedstaten, der Europäischen Kommission, Jugendorganisationen und Jugendlichen erstellt und bezieht alle kulturellen und artistischen Aktivitäten in den Bereichen Darstellende Kunst, Visuelle und Bildende Kunst, Musik, kulturelles Erbe, Architektur und Literatur ein. Die Hauptzielgruppe für die Studie waren Personen zwischen 15 und 24 Jahren; daneben Kinder von 12 bis 15 und junge Erwachsene von 24 bis 29 Jahren 

Lesen Sie mehr über die Ergebnisse der Studie unter: http://www.jugendpolitikineuropa.de/themen/jugendforschung/news-636.html 

Quelle: JUGEND für Europa vom 28.07.2010