Kinder- und Jugendarbeit / Nachhaltigkeit

Huml: Kinder und Jugendliche frühzeitig für Naturschutz begeistern

Hände im Gras halten eine kleine gläserne Weltkugel
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"Der Erhalt der natürlichen Vielfalt sind ein Kernelement bayerischer Umweltpolitik", betonte die Bayerische Umweltstaatssekretärin Melanie Huml heute bei der Übergabe des "UN-Dekade Biologische Vielfalt-Preis" der Deutschen Bundesstiftung für Umwelt an das Umweltzentrum Breitengüßbach.

"Es ist wichtig, Verständnis bei den Menschen für die Belange der Natur zu wecken. Die Ziele in Natur- und Artenschutz können wir nur erreichen, wenn wir die Bevölkerung mitnehmen und überzeugen. Denn nur was man kennt, das schätzt und schützt man", so Huml. Daher setzt sich Bayern besonders für die Umweltbildung ein. Seit Mitte 2012 befindet sich auf einem über 100 Hektar großen Gelände das "Umweltzentrum Breitengüßbach - Klassenzimmer Natur". Das Umweltzentrum legt großen Wert auf die Kinder- und Jugendarbeit und arbeitet dabei eng mit der Kindertageseinrichtung der Gemeinde zusammen. Huml: "Wir wollen bereits Kinder und Jugendliche frühzeitig für den Wert von Natur und Umwelt für den Menschen sensibilisieren. So können wir ihnen spielerisch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung nahebringen." Für Umweltbildungsprojekte stellt das Bayerische Umweltministerium jährlich rund 3,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Artenvielfalt ist auch in Bayern durch zunehmende Beeinträchtigung von Lebensräumen der Tier- und Pflanzenwelt gefährdet. Um dem Artenschwund wirksam entgegenzuwirken, hat sich die Bayerische Staatsregierung zum Ziel gesetzt, bis 2020 zumindest die Hälfte der Rote-Liste-Arten um eine Gefährdungsstufe zurückzunehmen. Insgesamt investiert der Freistaat auch mit Hilfe der Europäischen Union rund 50 Millionen Euro pro Jahr in den Erhalt der biologischen Vielfalt. Allein in den Jahren 2013 und 2014 wird Bayern jeweils drei Millionen Euro zusätzlich in den Arten- und Biotopschutz investieren. Beispielsweise werden Artenhilfsmaßnahmen für den Schutz von Pflanzen, die ausschließlich in Bayern beheimatet sind, oder für den Feldhamster in Franken verstärkt.

Die Vereinten Nationen haben von 2011 bis 2020 die internationale UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. Ziel der Dekade ist es, mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren. Das Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zeichnet im Rahmen der UN-Initiative Projekte aus, die sich besonders für die Bewahrung der biologischen Vielfalt verdient machen.

Weitere Informationen unter: www.umweltbildung.bayern.de

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit vom 21.03.2013