Kinder- und Jugendarbeit

Deutsche Sportjugend: Vorstand positioniert sich zum Bündnis für Bildung

Bildung war ein Schwerpunktthema der 7. Sitzung des Vorstands der Deutschen Sportjugend vom 25. bis 27. November 2011 in Münster/Westfalen.

Dr. Torsten Geißler, Referatsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), stellte den aktuellen Stand des Förderprogramms „Bündnis für Bildung“ vor. Seitens des BMBF besteht die Planung, die Allianz für Bildung durch ein Förderprogramm „Bündnis für Bildung“ zu konkretisieren. Dessen Ausschreibung wird in Abstimmung mit den Allianzpartnern derzeit vorbereitet. Das Förderprogramm soll in erster Linie dazu dienen, die Bildungschancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher über Maßnahmen im außerunterrichtlichen und außerschulischen Kontext zu verbessern. Darüber soll es einen Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft leisten.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist Gründungsmitglied der Allianz für Bildung. DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach hatte bei  der Gründungsveranstaltung  im Kontext der didacta 2011 in Stuttgart  erklärt, dass sich der DOSB aus der Überzeugung heraus an der Allianz beteiligt, dass der Sport vielfältige Bildungspotenziale hat, die er insbesondere im Interesse von Kindern und Jugendlichen gerne in die gemeinsamen Bemühungen um mehr Bildung einbringt.

Ingo Weiss, der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, betonte die große Bedeutung von  Bündnissen für Bildung gerade für Sportvereine.  Für ein Gelingen dieses Vorhabens sei  die systematische Einbeziehung und Stärkung der bestehenden Strukturen, so wie es das Förderprogramm vorsehe, der richtige Ansatz.

Außerdem befasste sich der Vorstand intensiv mit dem Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), das von der AG „Jugend, Umwelt und Sport“ der dsj entwickelt wurde.  Hier sollen nun Vorschläge erarbeitet werden,  welche Bildungsmaßnahmen die besonderen Möglichkeiten des Sports  in diesem Themenfeld herausstellen und zum Tragen bringen.  BNE betrifft ökonomische, soziale und ökologische Fragestellungen und hat zum Ziel, Menschen Gestaltungskompetenz für  eine nachhaltige Lebensweise zu vermitteln und entsprechende Strategien zu entwickeln.

Schließlich wurden Handlungsempfehlungen aus dem Projekt“ JETST!- Junges Engagement im Sport“ erörtert. Sie sollen bei der Abschlusskonferenz vom 10. bis 11. Dezember 2011 in Kamen als „Strategische Handlungsempfehlungen“ aus der Evaluation des Projekts erstmalig vorgestellt und von den Konferenzteilnehmern bewertet werden.

Außerdem wurde Benny Folkmann für das Amt des Sprechers des Deutschen National Komitees für Internationale Jugendarbeit (DNK) nominiert, die Beteiligung der Deutschen Sportjugend an den Olympischen Jugendwinterspielen 2012 und die Vorbereitungen des Deutsche Olympischen Jugendlagers 2012  besprochen.

Quelle: dsj-Newsletter

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