Kinder- und Jugendarbeit / Europa

Deutsche Landjugend positioniert sich zur Europawahl

Ein Luftaufnahme eines kleinen Dorfes von Feldern umgeben.
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Der Bund der Deutschen Landjugend fordert seine ehrenamtlich Aktiven auf, in ihren sozialen Netzwerken Farbe zu bekennen. #EUlandgemacht soll zeigen, dass die Mitglieder im Jugendverband für Europa stehen und am 26. Mai für Europa stimmen.

„Die Europäische Union ist Heimat für uns - Heimat, die uns fordert und mitgestaltet werden will“, so Sebastian Schaller, der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL) e.V. Einen Monat vor dem Sonntag der Europawahl beginnt nicht nur die Bundesmitgliederversammlung mit Delegierten aus der ganzen Republik, der BDL startet auch seine Facebook-Challenge #EUlandgemacht. Denn für Sebastian Schaller steht fest, wer öffentliche Bekenntnisse für Unsinn hält, hat nicht verstanden. Darum fordert der größte Jugendverband im ländlichen Raum seine ehrenamtlich Aktiven auf, in ihren sozialen Netzwerken Farbe zu bekennen. „Indem ihr der Welt unter dem #EUlandgemacht zeigt, dass ihr für Europa steht und ihr am 26. Mai für Europa stimmt“, so der BDL-Bundesvorsitzende.

EU für alle greifbarer machen

„Wenn wir alle zeigen, was wir mit der EU verbinden, auf den EU-finanzierten Radweg, das EU-geförderte Dorfstrukturprojekt nebenan, die mit EU-Unterstützung gebaute Brücke oder die mit EU-Fördermitteln im Dorf gehaltene Schule hinweisen, wird die EU für uns alle greifbarer. Gemeinsam müssen wir die Weichen für eine gemeinsame europäische Zukunft stellen“, wirbt er.

Sein Aufruf ist das i-Tüpfelchen für die pro-europäischen Aktivitäten des BDL in den vergangenen Monaten. Dazu gehört nicht nur die Auseinandersetzung mit der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik nach 2020, für die er ein Auslaufen der Direktzahlungen mit dem Renteneintrittsalter fordert, sondern auch das Landjugendmagazin EUROPA und seine Wahlforderungen, mit denen der Jugendverband klare Akzente gesetzt hat. „Wir wollen mehr Demokratie bei der Wahl der EU-Kommission oder auch ein Initiativ- und volles Mitentscheidungsrecht für das Europäische Parlament in europäischen Gesetzgebungsverfahren“, zählt Sebastian Schaller einige auf. Die rund 80 Delegierten der BDL-Bundesmitgliederversammlung, die sich für ein langes Tagungswochenende in Bielefeld treffen, weiß er bei diesen Forderungen fest hinter sich.

BDL setzt sich für ein starkes Europa ein

Mit Blick auf das vergangene Jahr werden sie viel für die Entwicklung des Verbandes auf den Weg bringen und Entscheidungen für die Zukunft treffen. „Wir setzen darauf, dass auch die Europaabgeordneten und -kandidaten sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Denn Menschenrechte, Umweltstandards, wirtschaftliche und technische Entwicklungen dürfen nicht an imaginären Grenzen Halt machen. Daher setzen wir uns auf Bundes- und Landesebene für ein geeintes, politisch stabiles und starkes Europa ein“, umreißt BDL-Bundesvorsitzende grob die Knackpunkte.

Was ihm persönlich zuerst zur EU einfällt? „Frieden“, sagt Sebastian Schaller und postet ein Bild aus Paris, wo er als Brückenbauer für deutsche und französische Regionen aktiv war.

Quelle: Bund der Deutschen Landjugend vom 26.04.2019

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