Kinder- und Jugendarbeit

Caritas und Diakonie gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Berlin, 22. Februar 2012 "Rechtsextremismus und Rassismus müssen entschieden bekämpft werden", fordern die Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes (DCV), Peter Neher und des Diakonischen Werkes der EKD, Johannes Stockmeier, anlässlich der morgigen Gedenkveranstaltung für die Opfer rechtsextremistischer Gewalt in Berlin.

Menschenverachtende Ideologien dürften in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft keinen Raum haben. Rechtsextreme könnten nur dann an Einfluss gewinnen, wenn demokratische Institutionen nicht in ausreichendem Maße funktionierten beziehungsweise wenn gesellschaftliche Integration gefährdet sei.
"Aus diesem Grund warnen wir davor, bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus ausschließlich auf die Verfolgung durch die Polizei und auf staatliche Verbote zu setzen. Genauso entscheidend ist es, sich mit gesellschaftspolitischen Entwicklungen auseinanderzusetzen, die Freiheit, Demokratie und Menschenwürde gefährden", macht Caritas-Präsident Neher deutlich.

Rechtsextremismus benötige immer einen gesellschaftlichen Resonanzboden, um erfolgreich agieren zu können. Er zeige sich in vielfältigen rassistischen und antisemitischen Ressentiments, die in allen Milieus der Gesellschaft auftreten würden. "Es ist notwendig, Rassismus und Antisemitismus im Alltag wahrzunehmen, sie nicht zu verharmlosen, sondern ihnen entschieden entgegenzutreten", so Diakonie-Präsident Stockmeier.

Es sei Aufgabe der Politik, der Zivilgesellschaft und von jedem einzelnen, sich mit den eigenen Möglichkeiten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu engagieren. Caritas und Diakonie stellen sich dieser Aufgabe auf vielfältige Weise: in Beratungsstellen, in der Jugendarbeit oder mit unterschiedlichen Angeboten zur gesellschaftlichen Teilhabe. Viele Mitarbeitende setzten sich vor Ort für eine demokratische Kultur und ein respektvolles Miteinander ein.

"Wir laden alle Mitarbeitenden von Caritas und Diakonie ein, dem Aufruf zur Schweigeminute morgen um 12 Uhr zu folgen, um so ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz zu setzen", machen Neher und Stockmeier deutlich.

Quelle: Diakonisches Werk der EKD e.V.

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