Kinder- und Jugendarbeit

Bayern: Auftakt des Modellprojekts Kunstgrundschule

Sieben Personen stehen vor einem Gemälde
Bild: © StMBW Auftakt des Modellprojekts Kunstgrundschule im Regierungsbezirk Oberbayern

In jedem Regierungsbezirk werde künftig eine Kunstgrundschule mit ihrem speziellen künstlerisch-kulturellen Schwerpunkt dafür sorgen, dass sich Kinder aktiv und kreativ mit Kunst und Kultur in ihrer Umgebung auseinandersetzen können. Dies betonte Staatssekretär Sibler zum Start des Projekts "Kunstgrundschule" in München.

Foto (v. l. n. r.): Wolfram Schnitzler, Geschäftsführer d. Landesverbands der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen LJKE Bayern e.V., Ulrike Görg, Schule der Phantasie Gräfelfing, Lilli Plodeck, Schule der Phantasie Gräfelfing, Angelika Nerz-Lidl, Schulleiterin Grundschule Gräfelfing, Staatssekretär Bernd Sibler, Michael Weidenhiller, Referatsleiter Kulturelle Bildung, Reinhard Kapfhammer, Vorsitzender d. LJKE Bayern e.V.

"Kulturelle Bildung zu fördern ist ein zentraler Auftrag bayerischer Bildungspolitik", so Bernd Sibler. "Daher freue ich mich sehr, dass wir das besondere Engagement der Schulfamilien nun in ein Modellprojekt einbinden und mit dem Titel ‚Kunstgrundschule‘ auch nach außen hin sichtbar machen können." Die sieben Grundschulen wurden nach ihrem bisherigen Engagement im ästhetisch-künstlerischen Bereich und bereits bestehenden Kooperationen mit Jugendkunstschulen und weiteren Institutionen ausgewählt.

Künstler aus der Region als Experten

In den Kunstgrundschulen spielt die ästhetische Erziehung der Kinder eine besondere Rolle. In verschiedensten fächerübergreifenden Projekten beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit Werken der Bildenden Kunst, erarbeiten ihre eigenen Kunstwerke und werden dabei von Künstlerinnen und Künstlern angeleitet. Die Inhalte lehnen sich eng an den LehrplanPLUS für Grundschulen an.

Darüber hinaus werden für Eltern Workshops und für Lehrkräfte Fortbildungen angeboten. Die Schulen kooperieren dabei mit den Jugendkunstschulen als außerschulischen Partnern der kulturellen Kinder- und Jugendbildungsarbeit und sollen zukünftig auch mit den Kunstlehrstühlen an Universitäten und Akademien in der Region zusammenarbeiten. "Über das Modellprojekt gelingt eine weitere Vernetzung der Schulen mit den Akteuren der Bildungslandschaft vor Ort. Das ist eine große Bereicherung für die Schulen und die Region gleichermaßen", betonte Staatssekretär Sibler.

Das Modellprojekt wurde im Schuljahr 2014/2015 von der Grundschule Haidenhof in Passau als erster Kunstgrundschule Bayerns erprobt. Der Regionalverband der Bildenden Künstler in Niederbayern hatte gemeinsam mit der Schule und dem Bayerischen Kultusministerium das Konzept entwickelt.

Folgende Grundschulen nehmen an dem Modellprojekt teil:

  • Oberbayern: Grundschule Gräfelfing
  • Oberpfalz: Grundschule Cham
  • Oberfranken: Grundschule am Schlosspark Konradsreuth
  • Mittelfranken: Grundschule Fürth an der Rosenstraße
  • Unterfranken: Grundschule Großheubach
  • Schwaben: Grundschule Wertingen
  • Niederbayern: Grundschule Haidenhof Passau

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vom 20.05.2015

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