Hilfen zur Erziehung

Haderthauer: Coaching in Erziehungsfragen muss selbstverständlich sein

"Erziehung ist anspruchsvoll, sie fordert von Eltern Zeit, Kraft und Kompetenz. Deshalb ist es wichtig, dass sich Eltern in Erziehungsfragen coachen lassen - möglichst schon ab Geburt des Kindes." Mit diesen Worten gab Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer am Freitag in München anlässlich des Internationalen Tags der Familie am 15. Mai 2010 den Start des Modellprojekts "Familienstützpunkte" in 12 bayerischen Städten und Landkreisen bekannt.

"Was vor dem Kauf eines PCs oder bei der Gründung eines Unternehmens selbstverständlich ist, muss doch erst recht gelten, wenn es um Kinder geht! Deshalb schaffen wir Familienstützpunkte, die durch das örtliche Elternbildungs- und -beratungsangebot lotsen," so weiter Christine Haderthauer.

Haderthauer: "Die Familienstützpunkte sollen ein Klima schaffen, in dem es selbstverständlich ist, sich auf die Lebensaufgabe Mutter und Vater vorzubereiten. Sie sind ein wichtiger Teil der geplanten 'Allianz für Familien'. Familienzeit bedeutet Kompetenzgewinn und muss eine Visitenkarte werden, die beim beruflichen Wiedereinstieg und Aufstieg Türen öffnet."

Familienstützpunkte sind Anlauf- und Kontaktstellen, die konkrete Hilfe und Beratung in Erziehungsfragen anbieten und mit anderen Einrichtungen der Eltern- und Familienbildung gut vernetzt sind. Der Freistaat stellt für das zweijährige Modellprojekt jährlich eine Million Euro zur Verfügung. Es beteiligen sich die Städte Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Fürth, Nürnberg, Regensburg, Würzburg und Kaufbeuren, sowie die Landkreise Bamberg, Regensburg, Traunstein und Würzburg. "Wir nutzen bestehende Einrichtungen und bauen auf das Wissen und die Kompetenz etwa von Mütterzentren, Familienbildungsstätten oder Kindertageseinrichtungen auf. Das sind Orte, die Eltern vertraut sind und für sie kurze Wege bedeuten.", so die Ministerin abschließend.

ik

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