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Bundeskongress: Update oder Setup des ASD/KSD?

Das Bild zeigt einen gut gefüllten Tagungsraum.
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Reicht ein „Update“ des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD) bzw. des Kommunalen Sozialdienstes (KSD) aus? Und wie könnte dieses aussehen? Oder sind die von Kommune zu Kommune unterschiedlichen ASD/KSD grundsätzlich zu verändern und neu zu positionieren? Der diesjährige ASD-Bundeskongress, der vom 18. bis 20. September 2019 in der Fachhochschule Bielefeld stattfindet, sucht Antworten darauf.

Der Allgemeine Sozialdienst (ASD) bzw. der Kommunale Sozialdienst (KSD) ist die zentrale Anlaufstelle für Familien, Kinder, Jugendliche und Bürgerinnen und Bürger, die in der Kommune Probleme haben. Als "Basisdienst" steht er im Schnittpunkt gesellschaftlicher Entwicklungen und ggf. dadurch ausgelöster bzw. beeinflusster Leistungsanforderungen seitens Familien und Bürgerinnen und Bürgern. Der ASD/KSD muss sich mit seinen Leistungen, Organisationsformen, fachlichem Hintergrund, Arbeitsprozessen, organisatorischen und personellen Rahmenbedingungen in einem fortlaufenden Entwicklungsprozess weiterentwickeln, um fachliche Handlungskonzepte der Sozialarbeit auf diese gesellschaftlichen und persönlichen Problemlagen anbieten zu können: Entsprechen das Selbstverständnis, die Rolle und die Fachlichkeit der ASD/KSD den heute daraus resultierenden Aufgaben und Arbeitsweisen, oder sind diese weiterzuentwickeln?

Der diesjährige ASD-Bundeskongress, der vom 18. bis 20. September 2019 in der Fachhochschule Bielefeld stattfindet, sucht Antworten darauf, ob ein „Update“ in den genannten Feldern ausreicht und wie dieses aussehen könnte oder ob die von Kommune zu Kommune unterschiedlichen ASD/KSD grundsätzlich zu verändern und neu zu positionieren sind. Der Bundeskongress leuchtet das Spektrum der Umbrüche aus und fragt, welche konzeptionellen, strukturellen und rollenspezifischen Entwicklungsanforderungen sich für den ASD/KSD stellen und welches mögliche Antworten sein könnten.

Gesellschaftliche Entwicklungen und ihr Einfluss auf den ASD

Vor diesem Hintergrund hat der Deutsche Verein mit den an der Planung und Durchführung des ASD-Bundeskongresses 2019 beteiligten Kooperationspartnern (Stadt Bielefeld, Fachhochschule Bielefeld, Bundesarbeitsgemeinschaft ASD/KSD, LWL, LVR, ISS – Frankfurt, Deutscher Berufsverband für soziale Arbeit e.V.) ein Kongressprogramm erarbeitet, das, neben einer Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen, zentrale Einflussfaktoren auf fachliche und organisatorische Prozesse in über 20 Vorträgen und Workshops ausleuchtet. In der Eröffnungsveranstaltung wird unter anderem Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey die Teilnehmenden begrüßen.

Schwerpunktthemen „Personal“ und „Digitalisierung“

Ein Kongressschwerpunkt ist das Personalthema verbunden mit den Fragen nach fachlichen Anforderungen in der ASD/KSD-Arbeit und wie Personalmanagement in einem angespannten Personalmarkt geleistet werden kann. Bezogen auf Struktur und Organisation des ASD/KSD sind Fragen zur Strukturentwicklung und nach den strukturellen Wirkungen ebenso zu diskutieren wie Steuerungsthemen. Im Zusammenhang Kooperation und Vernetzung ist zu erarbeiten, welche Faktoren zu einer wirkungsorientierten Zusammenarbeit führen. Das gesellschaftliche Megathema Digitalisierung, dessen Auswirkungen auf die Gestaltung des Sozialwesens und auf die Arbeit im ASD/KSD sollen einen Blick auf die Zukunft des ASD/KSD ermöglichen.

Weiterführende Informationen

Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. - Uwe Hellwig und Klaus Titz

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