Nachhaltigkeit / Sozialpolitik

BW: Nachhaltigkeit keine Option sondern eine Notwendigkeit

Verkehrsschilder als ökonomische Richtungsweiser
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Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Nachhaltigkeitsstrategie wurde der Kongress „Mehr TateN! – Mehr Zukunft“ veranstaltet. Eine nachhaltige Entwicklung sei keine Option, sondern eine Notwendigkeit, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

„Klimawandel, Flächenverbrauch und Artensterben sind zentrale Herausforderungen, die auch in Zukunft große Anstrengungen erfordern. Nachhaltigkeit ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Kongress „Mehr TateN! – Mehr Zukunft“ anlässlich des zehnjährigen Bestehens der  Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg. Der Kongress soll neue Perspektiven auf das Thema Nachhaltigkeit vermitteln, die Vision einer nachhaltigen Lebenswelt 2050 aufzeigen, zu Diskussion und Reflexion über zentrale Zukunftsfragen mit Bezug zur Nachhaltigkeit anregen und ein Ort für Vernetzung und Austausch sein.

„Nachhaltigkeit ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit“

„Als Landesregierung haben wir uns vorgenommen, Nachhaltigkeit zum zentralen Kriterium unseres politischen Handels zu machen“, sagte Umweltminister Franz Untersteller im Rahmen einer Zukunftsdebatte auf dem Kongress, bei der er unter anderem gemeinsam mit dem Schauspieler und Umweltaktivist Hannes Jaenicke diskutierte. „Dabei können wir nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit finden.“

Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt

Bereits im Vorfeld des Kongresses tagte der Nachhaltigkeitsbeirat unter Vorsitz des Ministerpräsidenten. Thema war die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie, die am Dienstag vom Ministerrat beschlossen wurde. „Baden-Württemberg soll auch in Zukunft Vorreiter in Nachhaltigkeitsfragen sein“, betonte der Ministerpräsident. Die Landesregierung könne dabei auf die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre aufbauen, etwa was die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, jungen Menschen und den Kommunen angehe.

Nachhaltigkeitsberichte

„Wir werden unseren Austausch mit dem Beirat für nachhaltige Entwicklung weiterführen und ergänzend sogenannte Stakeholderdialoge veranstalten. Diese werden die Chance bieten, zentrale Zukunftsfragen öffentlich zu diskutieren“, kündigte der Ministerpräsident an. Baden-Württemberg sei das erste Bundesland, in dem alle Ministerien in Nachhaltigkeitsberichten darlegten, welchen Beitrag sie auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Diese Berichterstattung werde fortgeführt, um Nachhaltigkeit messbar und Fortschritte über die Zeit sichtbar zu machen.

„Unter dem Schlagwort ‚nachhaltige Landesverwaltung‘ wollen wir Nachhaltigkeit innerhalb der Verwaltung zukünftig auch noch stärker verankern und ökologische und soziale Aspekte insbesondere bei der Beschaffung und bei der Entwicklung neuer Regelungen noch stärker berücksichtigen“, so Kretschmann.

Nachhaltigkeitsbeirat

Dem Nachhaltigkeitsbeirat gehören insgesamt 41 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft an, so etwa die Spitzen von Verbänden und Institutionen der Wirtschaft, der Umwelt, der Kommunen, der Landwirtschaft, der Gewerkschaften und der Kirchen. Der Beirat wurde erstmals im Jahr 2012 berufen. Am 25. April 2017 erfolgte die erneute Berufung für die Dauer von zwei Jahren.

Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg vom 13.04.2018

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