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Migration / Sozialpolitik

Deutsche Islamkonferenz: Vielfalt sichtbar machen

Christin und Muslima
Bild: © Mila Supynska - Fotolia.com

Die Deutsche Islam Konferenz (DIK) findet vom 28. bis 29. November in Berlin statt. Mit einer Grundsatzrede hat Bundesinnenminister Horst Seehofer die zweitägige Veranstaltung eröffnet, auf der sich die über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der Überschrift „Muslime in Deutschland – deutsche Muslime“ darüber austauschen, wie das Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen im Alltag und in der Nachbarschaft ganz praktisch gelingt, und was man tun kann, damit Beispiele für ein solches gelingendes Miteinander Schule machen können. Die Initiative kulturelle Integration begrüßt das Format, das dazu beiträgt, dass die Vielfalt des Islams in Deutschland sichtbar wird.

Initiative kulturelle Integration unterstreicht Bedeutung von Religion im öffentlichen Raum

Die Initiative kulturelle Integration, in der 27 Organisationen und Institutionen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zusammenarbeiten, hat sich bei der Erarbeitung ihrer 15 Thesen „Zusammenhalt in Vielfalt“ auch mit der Rolle der Religion in der Gesellschaft und im öffentlichen Raum befasst.  In These 4 heißt es unter der Überschrift „Religion gehört auch in den öffentlichen Raum“: „Religionen können wichtige Beiträge zur kulturellen Integration leisten. In Deutschland sind Staat und Religion klar voneinander unterschieden, aber auch aufeinander bezogen. Den Religionen wird die Möglichkeit gegeben, in der Öffentlichkeit sichtbar aufzutreten und aktiv am gesellschaftlichen Leben mitzuwirken. Zugleich aber unterliegen sie den geltenden rechtsstaatlichen Regeln und einem öffentlichen Diskurs. Dieses Verhältnis von Staat und Religion hat sich in Deutschland bewährt. Die ökumenische Verständigung, der interreligiöse Dialog und die friedensstiftende Kraft von Religion sollten gestärkt werden. Hier können Gemeinsamkeiten gefunden werden, um mit bestehenden Unterschieden konstruktiv umzugehen.“

Vielfalt des Islams in Deutschland sichtbar machen

Es ist sowohl für Religionsgemeinschaften, die nicht nach dem Staatskirchenrecht organisiert sind, als auch für ihr Gegenüber den Staat und die Gesellschaft immer noch eine Herausforderung mit ungewohnten Formen der Religionsorganisation umzugehen. Umso wichtiger sind Formate wie die Deutsche Islam Konferenz, die auch dazu beitragen, dass die Vielfalt des Islams in Deutschland sichtbar wird.

Der Sprecher der Initiative kulturelle Integration und Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Ich wünsche der vierten Phase der Deutschen Islam Konferenz gutes Gelingen und eine ertragreiche Diskussion. Das Thema Islam in Deutschland ist aber nicht nur ein Thema für Staatsvertreter und Representanten von Islamverbänden und Islamwissenschaftlern, sondern ein Thema der gesamten Gesellschaft. Wir hoffen, dass sich die Islamkonferenz in den weiteren Diskussionen auch den nicht-muslimischen gesellschaftlichen Vertretungen stärker öffnet, damit eine wirklich plurale Debatte möglich wird.“

15 Thesen „Zusammenhalt in Vielfalt“

Weitere Informationen zu den 15 Thesen „Zusammenhalt in Vielfalt“ der Initiative kulturelle Integration sind der Berichterstattung des Fachkräfteportal zu entnehmen.

„Islam Kultur Politik“

Weitergehende Information zum Islam in Deutschland sind auch im Buch „Islam Kultur Politik“ zu finden, herausgegeben von Olaf Zimmermann und Theo Geißler, das kostenfrei als E-Book (PDF, 2,3 MB) abgerufen werden oder als gedrucktes Buch beim Deutschen Kulturrat bestellt werden.

Quelle: Initiative kulturelle Integration c/o Deutscher Kulturrat e.V. vom 28.11.2018

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