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Kinderschutz

Postkarten gegen Kinderarmut - Sozialministerin Schwesig unterstützt Protestaktion

Etwa 1000 Postkarten hat Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Manuela Schwesig heute von Greifswalder Schülern erhalten mit der Bitte, die Post nach Berlin zu bringen. Mit dem Schriftzug "Armutsschere" auf diesen Karten - eine bundesweite Kampagne des Kinderschutzbundes - soll Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert werden, endlich energisch gegen Kinderarmut zu kämpfen.

"140 Milliarden Euro Garantie für ein Kreditunternehmen sind drin in diesem Staat. Diese Bank macht dann mal eben 25 Millionen Euro Bonuszahlungen locker für 1400 Mitarbeiter - das macht 17.857 Euro pro Mitarbeiter, also deutlich mehr, als viele Geringverdiener als Jahreseinkommen erhalten. Damit stellt sich die Bundesregierung ihr eigenes Armutszeugnis aus", sagte Schwesig. Deshalb habe diese Aktion ihre ganze Unterstützung und es sei nur zu wünschen, dass das Kanzleramt mit Postkarten aus der ganzen Republik zugepflastert werde.

"Arme Kinder haben weniger Chancen in Sachen Bildung, Gesundheit und Zukunft und sie sind auch größeren Gefährdungen ausgesetzt", machte Carsten Spies, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes in Mecklenburg-Vorpommern, deutlich. "Mit der Kampagne wollen wir einerseits auf die vielen Armutsbarrieren aufmerksam machen, die arme Kinder von der gesellschaftlichen Teilhabe ausschließen. Andererseits gehören aber auch Vernachlässigung und häusliche Gewalt häufig zu den Lebenserfahrungen der in Armut lebenden Kinder", so Spies weiter.

Das Sozialministerium und der Kinderschutzbund in M-V arbeiten im Kampf gegen die Auswirkungen von Kinderarmut, aber auch bei der Unterstützung von Eltern seit langem zusammen. Dafür steht auch das Landesprojekt "Eltern stark machen".

"Auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass diese Bundesregierung ihre kinder- und familienfeindliche Politik beendet, sollten wir alle gemeinsam weiter für die Chancengleichheit aller Kinder kämpfen - und alle eine Postkarte des Kinderschutzbundes nach Berlin schicken", so Schwesig.

Herausgeber: Ministerium für Soziales und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern

 

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