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Projekte sind gut – Strategien sind besser!? Potenziale integrativer Strategien zur kommunalen Gesundheitsförderung

Mehrere Kinder sind mit Abbildungen von einem Apfel, Büchern und einem Stift zu sehen
Bild: Rawpixel - stock.adobe.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe hat eine Reihe zum Thema Gesundheitsförderung in der Pandemie mit Praxisbeispielen veröffentlicht. Mit ihrem Einführungsartikel „Gesundheitsförderung in der Pandemie – Potenziale der Kinder- und Jugendhilfe” hat Prof. Dr. Anna Lena Rademaker Begriff und Bedeutung der Gesundheitsförderung vorgestellt sowie die Gesundheitsförderung als Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe beschrieben. Lesen Sie hier ihren Abschlussartikel. 

Integrative Strategien zur kommunalen Gesundheitsförderung

Unter integrativen Strategien zur Gesundheitsförderung versteht man Maßnahmen, die über die Projektebene hinausgehen und damit einen klassischen „Health in all Policies“ (HiaP) vertreten. Der Ansatz fundiert auf dem Konzept der WHO-Gesundheitsförderung, das sich durch die salutogenetische Perspektive mit der Fragestellung, wie und wo Gesundheit hergestellt wird, auszeichnet (Kaba-Schönstein 2018:227). Gesundheitsförderung, so die Devise, versteht sich als gesamtgesellschaftliche Mehrebenenaufgabe (ebd.:230), also auf der Ebene von

  • Individuen zur Förderung ihrer persönlichen Kompetenzen,
  • Gruppen zur Unterstützung gesundheitsfördernder Gemeinschaftsaktionen,
  • Institutionen zur Neuorientierung der Gesundheitsdienste,
  • dem Gemeinwesen zur Schaffung gesundheitsfördernder Lebenswelten und
  • der Politik zur Bereitstellung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik.

All diese Ebenen sind miteinander zu verbinden. Sie implizieren Ansätze, die das Verhalten der Menschen adressieren sowie der Verhältnisse. Das eine ist ohne das andere nicht zu denken. Man kann das Verhalten nicht ändern ohne die Verhältnisse zu verändern.

Hier setzen die integrativen Strategien zur kommunalen Gesundheitsförderung an, indem sie die Verhältnisse, in denen Menschen leben, über die verschiedenen Ebenen hinweg zu verändern ersuchen. Beispiele lassen sich immer dort finden, wo Gesundheitsförderung als zentrales kommunales Entwicklungsinstrument mitgedacht wird, zum Beispiel im Präventionsnetzwerk Ortenaukreis (Fröhlich-Gildhoff and Trojan 2018). Das Präventionsnetzwerk zeichnet sich aus durch den Aufbau einer kreisweiten und einer regionalen Unterstützungs- und Steuerungsstruktur sowie durch settingorientierte Projekte der Gesundheitsförderung und Prävention in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Deutlich wird hier, dass der zentrale Ansatzpunkt die Alltags- und Lebenswelten der Kommune und Settings, in denen Kinder und Jugendliche ihren Alltag verbringen, sind.

Zur Information: Der Settingansatz

„Ein Setting ist ein Sozialzusammenhang, in dem Menschen sich in ihrem Alltag aufhalten und der Einfluss auf ihre Gesundheit hat. Dieser soziale Zusammenhang ist relativ dauerhaft und seinen Mitgliedern auch subjektiv bewusst. Er drückt sich aus durch formale Organisation (z. B. Betrieb, Schule, Kita), regionale Situation (z. B. Kommune, Stadtteil, Quartier), gleiche Lebenslage (z. B. Rentner/Rentnerinnen), gemeinsame Werte bzw. Präferenzen (z. B. Religion, sexuelle Orientierung) bzw. durch eine Kombination dieser Merkmale.“ (Hartung and Rosenbrock 2015)

Sinnvoll ist, zwischen Gesundheitsförderung in einer Lebenswelt bzw. einem bestimmten Setting, wie der Schule, dem Jugendtreff oder Freizeitangeboten, und der gemeinsamen Gestaltung gesundheitsfördernder Lebenswelten zu unterschieden. Im ersten Fall werden Angebote zur Gesundheitsförderung in der Lebenswelt einer bestimmten Zielgruppe angeboten. Das kann beispielsweise ein Projekt zur gesunden Ernährung oder Stressprävention in der Schule oder dem Jugendzentrum sein. Der zweite Fall adressiert ein Zusammenwirken aller Akteure mit dem Ziel, die Alltags- und Lebenswelt settingübergreifend gesundheitsfördernder zu gestalten. Hier setzen kommunale Strategien an, die versuchen, über die Sektoren Soziales, Gesundheit, Bildung, Freizeit, Wirtschaft, Ökonomie, Ökologie usw. die Lebenswelt Kommune gesundheitsfördernder zu gestalten.

Ziel ist es, dass die Angebote präventiv angelegt sind (→ Prävention), sich am lokalen Bedarf der Nutzenden orientieren (→ Alltagsrelevanz) und lokal gut erreichbar sind (→ Regionalisierung). Diese sogenannten Maximen der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit (Grunwald and Thiersch 2009:139) Prävention, Alltagsrelevanz und Regionalisierung beziehen sich auf die Handlungspraxis der direkten Adressat(inn)en-Interaktion und eröffnen Anknüpfungspunkte für Interventionen, die präventiv zu sozialer und gesundheitsbezogener Chancengerechtigkeit beitragen können und dafür den Alltag junger Menschen zum Dreh- und Angelpunkt nutzen (Rademaker 2020).

Eine gemeinsame Zielperspektive

Gemeinsamer Start- und Ausgangspunkt von Strategien integrativer kommunaler Gesundheitsförderung ist die Entwicklung einer gemeinsamen Zielperspektive und eines gemeinsamen Konsenses über die Notwendigkeit, die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Rahmen kommunaler Steuerung zu fördern. Im Sinne des benannten Mehrebenenansatzes reicht es nicht aus, diesen Prozess im Gesundheitswesen zu verorten. Gesundheit ist ein konstitutiver Bestandteil des Alltags junger Menschen, der sich über alle Bereiche und Ebenen in der Lebenslaufperspektive Heranwachsender erstreckt. Beginnend mit der (vor-)geburtlichen Versorgung und Begleitung junger Familien, über die Frühförderung, Betreuung in der Kita und Familie, über die Freizeit, Schule, Einmündung in eine Ausbildung und Beruf sowie die Verselbstständigung und eigene Familienplanung kann und darf Gesundheitsförderung nicht als losgelöster Prozess von der Sozialisation junger Menschen gesehen werden. Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe sind dabei in besonderem Maße gefragt sich zum Ziel zu setzen, ihren Adressatinnen und Adressaten gesunde Verwirklichung trotz Armut, Bildungsbenachteiligung, besonderen Versorgungs- und Lebenslagen von der Geburt bis in das Erwachsenenalter zu ermöglichen. Ihre Aufgabe ist es, für gesundheitsbezogene Befähigungsgerechtigkeit einzutreten (Rademaker 2020).

Gleichsam muss es auch Ziel aller anderer Akteure einer Kommune sein, Gesundheit im Alltag junger Menschen zu ermöglichen, was bedeutet ihre Förderung in allen Sektoren mitzudenken. Das betrifft Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaft und Städtebau genauso wie Fragen von Mobilität und Kultur. Die subtilen Grenzen gesundheitlicher Chancenungerechtigkeit zeigen sich nicht erst seit der Pandemie. Auch zuvor wurde die förderliche Wirkung von Kultur, Bewegungsfreiheit und Mobilität oder schlicht Bildung immer wieder thematisiert. Die Pandemie hat jedoch dazu beigetragen, dass uns die Tragweite der Zusammenhänge von Gesundheit und allen anderen Lebens- und Alltagsbereichen, nun wo sie offensichtlich fehlen und sich z. B. psychosoziale Belastungen zuspitzen, deutlich wird. Den bestehenden und noch auf die Gesellschaft zukommenden Herausforderungen kann gesamtgesellschaftlich, mit Blick auf die Kommune im kooperativen Zusammenwirken, begegnet werden.

Politische Ziele – gut gemeint und doch…

Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung steht unter der Überschrift „Gesundheitsförderung“ das Präventionsgesetz weiterentwickeln zu wollen und Prävention gesamtgesellschaftlich, zielgruppenspezifisch und umfassend zu verstehen. Es solle ein Nationaler Präventionsplan – gibt es nicht schon einen? – sowie konkrete Maßnahmenpakete geschaffen werden (SPD, Grünen, and FDP 2021:84). „Zu Gunsten verstärkter Prävention und Gesundheitsförderung“ sollen zudem „die Möglichkeiten der Krankenkassen, Beitragsmittel für Werbemaßnahmen und Werbegeschenke zu verwenden“, reduziert werden (ebd.). Ein interessanter Ansatz, der, auch wenn er sicherlich gut gemeint ist und im Kern eine wesentliche nicht neue Kritik an der ökonomischen Orientierung im Gesundheitswesens adressiert (Rademaker 2021), weiter zu konkretisieren ist.

Auch im Bereich der „Gesundheitsversorgung“ bleiben die Ausführungen zwar lobenswert, aber äußert unpräzise, insbesondere wenn man sich überlegt, dass „Gesunde Städte“, „Gesundheitsregionen“, „niedrigschwellige Beratungsangebote“ (SPD et al. 2021:84) und vieles mehr keine neue Erfindung, sondern seit Jahrzehnten geforderte sowie in einigen Kommunen erfolgreich praktizierte Maßnahmen sind. Auch solle ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen für Kinder mit Behinderungen und Entlastungen für ihre Familien geschaffen werden. Interessant, betrachtet man die jahrelangen, harten Debatten um eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe und die damit verbundenen strukturellen Herausforderungen, nicht zuletzt aufgrund bürokratischer und administrativer Barrieren. Es bleibt abzuwarten, wie die neue Regierung diesen Zielen nachkommen will, um die Gesundheit neuer und zudem von der Pandemie gezeichneter Generationen im Sinne einer sektorenübergreifenden Aufgabe zu fördern. Ersichtlich ist aber schon jetzt, dass insbesondere kommunale und in sozial benachteiligten Stadtteilen durchzuführende Maßnahmen zu adressieren sind, die nicht allein dem Gesundheitswesen zuzuordnen sind.

Steuerung kommunaler Gesundheitsförderung

Wo diese verantwortliche Steuerung angesiedelt ist, kann variieren. Im Rahmen des Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD-Pakt) ist aber zu hoffen, dass Stellen für die kommunale Gesundheitsförderung zukünftig in allen Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Ein entsprechendes Aufgabenprofil liegt bereits vor (Quilling et al. 2021) und müsste eigentlich nur noch adaptiert und bezüglich der spezifischen Bedarfe der Kommunen entsprechend implementiert und evaluiert werden.


Abbildung 1: Handlungsmodell kommunaler Gesundheitsförderung (Quilling et al. 2021:17)

Dabei spielen Vernetzung und Kooperation zwischen den Akteuren vor Ort sowie ihre Beteiligung eine wesentliche Rolle. In der lokalen Vernetzung können gemeinsame und den diversen Alltags- und Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen gerecht werdende Strategien zur Gesundheitsförderung über die Settinggrenzen hinweg und auf der Basis eines gemeinsam und partizipativ entwickelten Leitbildes und gemeinsamer Zielperspektiven angefertigt werden.

Die Kinder- und Jugendhilfe stellt dabei eine zentrale Akteurin dar. Sie ist, wie sonst kaum ein anderer Akteur, nah an der Lebenswelt Heranwachsender und begleitet sie niedrigschwellig in ihren alltäglichen Verwobenheiten und Handlungs(un)möglichkeiten. Soll Gesundheitsförderung also tatsächlich im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Strategie und mit einem Anspruch auf Beteiligung von Adressat(inn)en entwickelt werden, kann dies nur mit der Kinder- und Jugendhilfe gemeinsam erfolgen.

Vernetzung und Kooperation im Lokalen

„Kooperation (ist) ein Verfahren [...] bei dem im Hinblick auf geteilte oder sich überschneidende Zielsetzungen durch Abstimmung der Beteiligten eine Optimierung von Handlungsabläufen oder eine Erhöhung der Handlungsfähigkeit bzw. Problemlösekompetenz angestrebt wird.“ (van Santen and Seckinger 2003:29) Durch Kooperation in der kommunalen Gesundheitsförderung sollen Verfahrens- und Handlungsabläufe beteiligter Akteure so optimiert werden, dass sie die Handlungsfähigkeiten und –möglichkeiten von Kindern und Jugendlichen steigern, damit sie gesund aufwachsen.
Es geht nicht um einen additiven Prozess, verschiedene Angebote durch Verdoppelung bereitzustellen und in ihrer Wirksamkeit zu erhöhen (van Santen and Seckinger 2003).

Kooperationen sind dann wirksam und hilfreich, wenn durch die systematische Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren ein zusätzlicher Nutzen befördert werden kann, z. B. Zugänge zu (Aus-)Bildung durch die Schaffung adäquater Übergänge aus einer stationären Rehamaßnahme oder für Careleaver geschaffen werden. Ebendiese Sicherstellung von Netzwerken und die Koordination von Kooperationsbeziehungen zwischen den Akteuren einer Kommune kann als Kernelement zur Entwicklung integrativer Strategien kommunaler Gesundheitsförderung gesehen werden. Das wiederum schließt an eine konsequente Beteiligung der Akteure vor Ort an, womit vom Adressten / von der Adressatin, über die Fachkräfte bis hin zur Lokalpolitik und den Selbsthilfestrukturen alle Akteure zu fassen sind. Diese werden unterschiedlich an verschiedenen Maßnahmen beteiligt und haben auch das Recht, sich der Beteiligung zu entziehen. Dass aber eine Möglichkeit zur Partizipation strukturell einzuräumen ist, darf auf keiner der Ebenen in Frage gestellt werden.

Partizipation der Akteure vor Ort

In der Alltags- und Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit fokussieren die Maxime Integration und Partizipation eine kritische sozio-ethische Dimension der Arbeit in und mit den Lebenssituationen der Menschen (Grunwald and Thiersch 2009:139). Sie zielen auf eine Form der Gleichberechtigung ab, die mit Blick auf die Lebensbedingungen und individuellen Möglichkeiten zur Entfaltung diverser Lebensentwürfe, gesunde Verwirklichung in allen Lebensphasen und sozialen Lagen ermöglicht. Partizipation realisiert sich in der Eingebundenheit, aktiven Mitgestaltung, gemeinsamen Planung und Selbstverantwortlichkeit an der Gestaltung des Lebensalltags und trägt damit wesentlich zu gesellschaftlicher Teilhabe bei.

Zur Information: Partizipation 

Partizipation ist die bewusste Beteiligung, mit dem Ziel, Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung zu fördern, sie in ihrem Streben nach Integration sowie bei der Überwindung von Belastungen und Krisen zu unterstützen und fehlender Integration und Deklassierung (im Sinne von Entwertung oder Erniedrigung) entgegenzusteuern (Gintzel 2017).

Dabei kann Entscheidungsteilhabe in zweierlei Hinsicht einen positiven Einfluss auf die Gesundheit nehmen: einerseits über den Prozess bzw. Weg, sich als selbstwirksam wahrzunehmen und andererseits über die Ergebnisse, die durch die Beteiligung Betroffener erreicht werden und näher an ihrem Alltag orientiert sind (Hartung 2012).

Gesundheitsrelevante Veränderungen können leichter eingeleitet werden, wenn sie für Kinder, Jugendliche und ihre Familien einen Sinn ergeben – nah an ihrem Alltag sind. Die dafür eingesetzten Methoden müssen geeignet sein, sie in ihren lebensweltlichen Kontexten anzusprechen, in den Veränderungsprozess einzubeziehen und gemeinsam mit ihnen gangbare Lösungen zu entwickeln, um die angestrebte gesundheitsförderliche Wirkung zu erzielen.

In der kommunalen Arbeit haben sich insbesondere Methoden partizipativer Gesundheitsförderung etabliert. Dabei werden alle Akteure in der Mitgestaltung von Entscheidungsprozessen, die ihre Gesundheit und die Gesundheit in ihrem Gemeinwesen betreffen, von der Planung bis zur Evaluation, beteiligt. Dadurch können soziale und/oder gesundheitlich benachteiligte Menschen ausgehend ihrer Lebenswelt ermächtigt werden, aktiv an Entscheidungs- und Willensbildungsprozessen teilzuhaben (Wright 2010).

Man kann in verschiedene Partizipationsgrade unterscheiden, von einer Instrumentalisierung bis hin zur Selbstorganisation (siehe Abbildung 2). Die Stufenfolge bedeutet nicht, dass niedrigere Stufen von Partizipation weniger erstrebenswert sind. Der Grad der Partizipation ergibt sich aus den lokalen Bedürfnissen und Bedarfen sowie Möglichkeiten Partizipierender. Denn eines ist zu beachten: Partizipation muss erlernt werden und Akteure in einer Kommune gleichsam wie Adressat(inn)en können von dem Anspruch eines hohen Partizipationsgrades zu Beginn erster Maßnahmen auch überfordert werden.

Abbildung 2: Partizipationsgrade (Wright 2010)

Die Erfahrung, an Entscheidungen, die im Gemeinwesen die Gesundheit der Menschen fördern, beteiligt zu sein, stärkt Gesundheitsressourcen, wie Selbstvertrauen, -bewusstsein und -bestimmung. Auf Freiwilligkeit beruhende gesellschaftliche und soziale Eingebundenheit eröffnet Wahlmöglichkeiten und Autonomieerfahrungen, was sich auf die Bereitschaft zur Eigenaktivität förderlich auswirkt (Hartung 2012). Mit Blick auf die aktuelle pandemische Lage und Folgen können partizipative Maßnahmen unmittelbar dazu beitragen, eigene Ansichten mit Blick auf die eigene Gesundheit zu artikulieren und nach außen zu vertreten, eine wesentliche Kompetenz zum Umgang mit der Gesundheit im Alltag.

Eine umfangreiche Übersicht von kommunalen Projekten partizipativer Gesundheitsförderung befindet sich auf der Website des Forschungsverbundes für gesunde Kommunen PartKommPlus.

Wie der pandemischen Krise begegnen? Eine Übersicht eingereichter Projekte

In dem vom Erzbischöflichen Jugendamt München und Freising eingereichten Projektbeispiel „Kraftquellen“ für junge Menschen im Übergang wurde anlässlich des gestiegenen Drucks auf junge Erwachsene ein Coaching-Prozess im Freiwilligen sozialen Jahr untersucht. Im Zentrum stehen Veränderungen und Wechselwirkungen individueller Lebensfragen und das Wohlbefinden. Dabei partizipierten junge Menschen als Co-Forschende.

Zur Projektintention laut Projekt-Initiator(inn)en:

„Wir wussten damals nicht, wie junge Erwachsene Veränderungen im Zusammenhang mit ihrer Gesundheit konkret im Alltag erleben und welcher Auftrag sich hierdurch für das Coaching in unserem Referat stellt. Von daher haben wir das „Projekt Kraftquellen“ gestartet. Und es hat sich gelohnt. Die beteiligten jungen Menschen haben ein intensives Coaching erhalten. Von ihnen und mit ihnen konnten wir lernen, was sie bedrückt, was sie freut und was ihnen im Leben wirklich wichtig ist. Dabei sind die Beziehungen zur Familie und zu engen Freunden sowie eine Bildung ohne Druck, aber als Prozess mit Zeit, ihre wichtigsten Anliegen.

Gerade jetzt in der Coronakrise im Jahr 2021 zeigt sich, wie notwendig es ist, gesunde sowie kranke junge Erwachsene in ihren ganzen Veränderungsvorhaben und Ressourcen engagiert zu unterstützen, damit sie sich getragen und für die Zukunft gestärkt fühlen. Das ‚Projekt Kraftquellen‘ macht Mut: Beziehung und Beratung gelingen auch digital, wenn gleichzeitig ein vertrauensvolles Miteinander und ein wirklicher Raum für ein „Gesehen-Werden“ eröffnet wird.“

Zur Finanzierung wird berichtet, die Teilnehmenden erhielten ein kostenfreies Coaching und das Projekt werde über kirchliche Eigenmittel getragen sowie wissenschaftlich beraten. Es habe keine kommunale Förderung oder Vernetzung gegeben. Die Einbindung in die synergetisch-systemische Community der Fachverbände war aber sehr intensiv. Die Initiator(inn)en schreiben, um Gesundheitsförderung als Bestandteil ihrer Arbeit zu etablieren, bräuchten sie einen klaren Auftrag zur Gesundheitsförderung an die Organisationen der Jugendhilfe. Darüber hinaus fordern sie Etats, geschulte Mitarbeitende und bekannte Netzwerke vor Ort.

Anders zeigt es sich im seit fast 30 Jahre bestehenden Projekt GUT DRAUF von transfer e.V. Transfer e.V. ist ein Anbieter für die offene Jugendarbeit, Kinder- und Jugendreisen/ Freizeiten, Sportvereine, Jugendverbandsarbeit und den offenen Ganztag.

Praxisbeispiel GUT DRAUF

Das GUT DRAUF-Projekt verfügt über ein bundesweites Netzwerk mit rund 600 Partnern, die zum Teil bereits seit vielen Jahren GUT DRAUF umsetzen und ihre Einrichtungen alle drei Jahre nachzertifizieren lassen. GUT DRAUF verbindet die Qualifizierung von Fachkräften mit der Zertifizierung von Angeboten und Einrichtungen zu einer ganzheitlichen Organisationsentwicklung. Im Prozess sind dazu Schritte möglich, wie z. B.

  • die Anmeldung als GUT DRAUF Partner im bundesweiten Netzwerk von ca. 600 Einrichtungen,
  • die Teilnahme von mind. 2 Fachkräften an einer dreitägigen Grundlagenschulung,
  • die optionale Teilnahme an eintägigen Fachveranstaltungen zu ausgesuchten Gesundheitsthemen,
  • die Umsetzung von GUT DRAUF Angeboten im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und Ressourcen,
  • die Nutzung der vielfältigen Materialien und Unterstützungsnagebote und
  • die optionale Zertifizierung als GUT DRAUF-Einrichtung oder Labelung von GUT DRAUF-Angeboten sowie eine Teilnahme an der Konzeptentwicklung zur Weiterentwicklung.

Die meisten Angebote werden von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) finanziert. Hierzu zählen u. a. dreitägige Grundlagen-Qualifizierungen für bis zu 250 Fachkräfte pro Jahr und digitale oder analoge Fachveranstaltungen zu ausgewählten Gesundheitsthemen für bis zu 250 Fachkräfte pro Jahr.

Darüber hinaus werden die Labelung von Programmen, die konzeptionelle und wissenschaftliche Weiterentwicklung sowie einzelne Beratungs- und Begleitungsangebote finanziert, z. B. Internetauftritt, Newsletter, Fachveröffentlichungen. Eine Zertifizierung muss die Einrichtung selbst finanzieren.

Es besteht eine bundesweite Vernetzung von GUT DRAUF-Projekten. In einigen Kommunen gibt es ergänzend zu den durch die BzgA finanzierten Angeboten kommunale Vernetzung und Unterstützung, insbesondere für den Bereich der offenen Jugendarbeit, aktuell z. B. in Düsseldorf, Köln, Braunschweig, München, Bocholt, Berlin und dem Rhein-Sieg-Kreis. Hier übernehmen die Kommunen die Koordination eines Netzwerks, die finanzielle Unterstützung der Einrichtungen oder auch die Bereitstellung finanzieller und personeller Ressourcen zur Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung.

Auf die Frage hin, was Einrichtungen bräuchten, um Gesundheitsförderung als Bestandteil ihrer Arbeit zu etablieren, schreiben die Initiator(inn)en, Gesundheitsförderung sei aus Sicht von GUT DRAUF in erster Linie eine Haltungsfrage. Wenn Fachkräfte und Träger verinnerlicht haben, dass es bei Gesundheitsförderung mit Kindern und Jugendlichen darum gehe, dieses eher spröde Thema durch Erleben, Erfahrungen und tägliches Tun zu vermitteln, lasse es sich mit vergleichsweise geringem Aufwand in den Alltag integrieren. Damit dies gelingen kann, bräuchten Fachkräfte eine entsprechende innere Einstellung und einen Topf an Ideen, wie sich der Alltag gesund „aufpimpen“ lässt. Dies wird in GUT DRAUF-Schulungen vermittelt. Natürlich seien dazu entsprechende personelle und sachliche Ressourcen notwendig.

In der Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliche mit chronischen Erkrankungen (BKJE) des AfJ e. V. Kinder- und Jugendhilfe in Bremen wird ein auf die Lebenssituation der betroffenen Familien zugeschnittenes, familienorientiertes Hilfs- und Beratungsangebot durchgeführt.

Praxisbeispiel BKJE

Ausgangspunkt der Beratungsstelle ist, dass schwerwiegende chronische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen das ganze Familiensystem vor große Herausforderungen stellen. Die Familien werden begleitet, sich zu befassen mit

  • der Erkrankung selbst,
  • dem Stress aus den Behandlungsanforderungen,
  • den Einschränkungen oder Verhaltensauffälligkeiten des erkrankten Kindes sowie
  • den belastenden Einschränkungen in anderen sozialen Rollen der Eltern, wie z. B. in der Berufstätigkeit oder bei Freizeitaktivitäten.

Darüber hinaus wird der Übergang von der Pubertät in das Erwachsenenalter mit anderen Zuständigkeiten und Versorgungsumständen thematisiert. Die Initiator(inn)en schreiben, Hilfe und Unterstützung – über die medizinische Versorgung hinaus – sei oftmals erforderlich, damit die Eltern ihre Aufgaben für alle ihre Kinder erfüllen können, damit Geschwister sich nicht überbelastet und vernachlässigt fühlenund damit die Eltern ihre Paarbeziehung stärken können. Wenn weitere Krisen hinzukommen, wie eine eigene Erkrankung der Eltern oder der Geschwister, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Wohnortwechsel, Armut, Sprachbarrieren usw., ist die Hilfe besonders wichtig.

Durch die Kommune erfahre das Projekt keine Unterstützung. Darüber hinaus wird beschrieben, das Projekt habe sich etabliert, Angebote werden dringend benötigt und sehr gut angenommen. Viele Familien sind ausgesprochen dankbar, dass es diese Anlaufstelle gibt. Trotzdem sei es – wie leider so oft – äußerst und zunehmend schwierig, eine Anschlussfinanzierung für das Projekt zu erhalten, weil oftmals nur innovative Projekte gefördert werden. Auf die Frage hin, was Einrichtungen bräuchten, um Gesundheitsförderung als Bestandteil ihrer Arbeit zu etablieren, schreiben sie: eine regelmäßige Basisfinanzierung.

Leider können hier nicht alle der eingereichten Projekte, die mit viel Innovationsgeist die Gesundheit junger Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe zu fördern ersuchen, vorgestellt werden. Die Praxisbeispiele finden sich am Ende des Einführungsartikels Gesundheitsförderung in der Pandemie – Potenziale der Kinder- und Jugendhilfe. Dennoch sollte deutlich geworden sein, dass a) Kinder- und Jugendhilfe in ihren diversen Handlungsfeldern einen großen Beitrag zur Gesundheitsförderung nicht nur in der Pandemie leistet und b) dies auf fachlicher Kompetenz und Haltung, kommunaler Vernetzung und insbesondere finanziellen Ressourcen basiert.

Ausblick: Integrative Strategien kommunaler Gesundheitsförderung in und mit der Kinder- und Jugendhilfe

In dem interministeriellen Bericht zur Gesundheitsförderung in und nach der Pandemie heißt es „präventive Angebote der Gesundheitsförderung sollten allen Kindern und Jugendlichen verstärkt zugänglich gemacht werden, um sie bei der Bewältigung der gesundheitlichen Belastungen durch die Pandemie zu unterstützen.“ Im zweiten Handlungsfeld werden „primäre Prävention und Gesundheitsförderung in den Lebenswelten Schule, Kindertageseinrichtungen, Kommune, Vereine und außerschulische Jugendbildung“ hervorgehoben (Bundesministerien für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Gesundheit (BMFSFJ und BMG) 2021). Jedoch ist dieses Bild noch immer eine kleine Utopie oder mit den Worten des Titels der 96. Ausgabe der Zeitschrift für Gesundheitsförderung „impu!se“gefasst: „Was hindert uns an der Herstellung gesundheitsfördernder Verhältnisse?“

Die Kinder- und Jugendhilfe arbeitet ressourcenorientiert, partizipativ, adressiert einen Empowermentansatz und setzt im unmittelbaren Alltag an – dort, wo Kinder, Jugendliche und ihre Familien Gesundheit aufrechthalten und herstellen. Diese Form lebensweltorientierter Gesundheitsförderung nimmt den Alltag als Ausgangspunkt und die Vorstellungen der Menschen konsequent zum Mittelpunkt ihres Handelns und fokussiert individuelle Befähigung gleichsam wie die Schaffung gesundheitsförderlicher Verhältnisse (Rademaker 2020). Dabei sind zentral die individuellen Ressourcen und das Empowerment zu fördern, lokale Vernetzung und Kooperation zu stärken und alle beteiligten Akteure in der Schaffung gesundheitsfördernder Verhältnisse zu beteiligen. Es heißt zu verstehen, was Gesundheit subjektiv für Kinder, Jugendliche und ihre Familien in Ihrem Alltag bedeutet und herauszufinden, wie ihre Gesundheit in ihrer Alltags- und Lebenswelt aufrechtzuerhalten bzw. herzustellen ist.

Dies kann nur gelingen, wenn Gesundheitsförderung nicht an „Projekteritis“ erkrankt. Ein Weg aus der Utopie hin zur Realisierung kann unter dem Dach integrativer Strategien kommunaler Gesundheitsförderung gefunden werden. In den Projektbeispielen wurde deutlich, dass innovative und engagierte Maßnahmen bestehen. Ihnen fehlt es aber vielerorts an einer strukturellen Verankerung in der Kommune und finanziellen Absicherung über einzelne Projektvorhaben hinaus. Ebenso wurde deutlich, dass an den Stellen, an denen es eine strukturelle Verortung gibt, Gesundheitsförderung als Bestandteil ihrer professionellen Arbeit etabliert werden konnte und Verhältnisse geschaffen wurden, die Kindern, Jugendlichen und ihren Familien nachhaltig gesundes Aufwachsen ermöglichen.

In neujährlicher Stimmung verzichte ich auf Forderungen und setze eine Wunschliste für das neue Jahr an die neue Bundesregierung und Fachpolitik auf:

  • @Gesundheitsressort: Ich bitte Sie, nicht nur „konkrete Maßnahmenpakete z. B. zu den Themen Alterszahngesundheit, Diabetes, Einsamkeit, Suizid, Wiederbelebung und Vorbeugung von klima- und umweltbedingten Gesundheitsschäden“ (SPD et al. 2021:84) zu schaffen. Mehr Fortschritt zu wagen bedeutet im Bereich der Gesundheitsförderung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien insbesondere, die bereits geleisteten Erkenntnisse, Konzepte, Arbeitsgemeinschaften, Netzwerke, Berichte und vieles mehr zwischen dem BMG und BMFSFJ zu bündeln und (endlich) die Länder darin zu unterstützen, systematisch kommunale Strategien zur Gesundheitsförderung junger Menschen zu etablieren. Konzeptionelle Grundlagen bietet dabei das seit 2003 bestehende Kooperationsnetzwerk Gesundheitliche Chancengleichheit und der kommunale Partnerprozess „Gesundheit für alle“. Ein besonderer Wunsch meinerseits wäre die Implementierung von Stabsstellen zur Gesundheitsförderung im kommunalen öffentlichen Gesundheitsdienst im Rahmen des noch von der alten Regierung auf den Weg gebrachten ÖGD-Paktes. Diese Stellen sind konsequent am Alltag und der Lebenswelt junger Menschen auszurichten und personell bestenfalls mit Sozialarbeitenden oder Public Health zu besetzen. Sie orientieren sich am „Health-in-All-Policies“-Ansatz und sind verantwortlich, die kommunalen Netzwerke zu koordinieren, gemeinsame lokale Gesundheitsziele zu definieren, ihre Erreichung fortwährend und anhand der Bedarfe und Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu evaluieren und all dies unter der Beteiligung aller Akteure durchzuführen.
  • @Familien- und Jugendressort: Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe besteht ein großes Potenzial für bedarfsgerechte Maßnahmen von Gesundheitsförderung in ihren diversen Handlungsfeldern. Jedoch verfügen die Einrichtungen bei weitem noch nicht über hinreichende Ressourcen, sei es fachlich, personell oder strukturell, dieses Potenzial zu entfalten. Ich wünsche mir daher eine inklusive Jugendhilfe, die Strukturen schafft, damit Einrichtungen Gesundheitsförderung als Bestandteil ihrer Arbeit etablieren können. Dazu gehört nicht nur der Abbau bürokratischer Strukturen bei der Frage nach Zuständigkeiten zwischen den Systemen der Jugendhilfe und dem Gesundheitswesen. Gleichsam muss es ein Anliegen sein, das Recht auf Gesundheit junger Menschen nicht nur „im Grundgesetz zu verankern“ und im Rahmen eines „nationalen Aktionsplanes für Kinder- und Jugendbeteiligung“ die Jugendstrategie der Bundesregierung weiterzuentwickeln (SPD et al. 2021:98). Mit Blick auf die Pandemie und ihre Folgen braucht es neben einem „Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit“ und einem „Investitionsprogramm für Familien-und Jugendbildungsstätten“ (ebd.) eine konsequente Orientierung an der Bekämpfung von Armut und Bildungsungerechtigkeit sowie der Anerkennung aller junger Menschen mit ihren individuellen Bedarfen im Rahmen der Leistungserbringung der Kinder- und Jugendhilfe. Die zielgruppenspezifischen Angebote im Koalitionsvertrag sind sehr begrüßenswert, fokussieren jedoch erneut auf bestimmte Risikogruppen, wie z. B. Careleaver oder Kinder psychisch erkrankter Eltern, und nicht junge Menschen insgesamt. Ich wünsche mir daher Strategien zur Etablierung von Gesundheitsförderung, losgelöst von einzelnen Projekte zur Prävention bei Risikogruppen, in allen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe. Dafür sind Fort- und Weiterbildungen, personelle Ressourcen sowie die Vernetzung und Zusammenarbeit mit der Gesundheitsförderung und -versorgung seitens der Kinder- und Jugendhilfe erforderlich. Denn inhaltlich ist die Kinder- und Jugendhilfe allemal kompetent die Gesundheit junger Menschen lebensweltlich und alltagsnah jetzt und vor dem Hintergrund der Folgen der Pandemie nachhaltig zu fördern.

Literatur

BMFSFJ, and BMG. 2021. Bericht Der Interministeriellen Arbeitsgruppe „Gesundheitliche Auswirkungen Auf Kinder Und Jugendliche Durch Corona“. Berlin.
Fröhlich-Gildhoff, Klaus, and Alf Trojan. 2018. “Komplexe Gemeindeorientierte Interventionen Zur Gesundheitsförderung Bei KindernComplex Health Promotion Community Interventions with Children.” Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 61(10):1279–88.
Gintzel, Ullrich. 2017. “Partizipation.” Pp. 700–704 in Wörterbuch Soziale Arbeit Aufgaben, Praxisfelder, Begriffe und Methoden der Sozialarbeit und Sozialpädagogik., edited by I. Mielenz and D. Kreft. Weinheim: Beltz Juventa Verlag.
Grunwald, Klaus, and Hans Thiersch. 2009. “The Concept of the ‘lifeworld Orientation’ for Social Work and Social Care.” Journal of Social Work Practice.
Hartung, Susanne. 2012. “Partizipation - Wichtig Für Die Individuelle Gesundheit? Auf Der Suche Nach Erklärungsmodellen.” P. 57 ff in Handbuch Partizipation und Gesundheit, edited by S. Rosenbrock, Rolf / Hartung. Bern: Verlag Hans Huber, Hogrefe.
Hartung, Susanne, and Rolf Rosenbrock. 2015. “Settingansatz/ Lebensweltansatz.” Leitbegriffe Der Gesundheitsförderung [Online]. Retrieved (https://leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/settingansatz-lebensweltansatz/).
Kaba-Schönstein, Lotte. 2018. “Gesundheitsförderung 1?: Grundlagen.” Leitbegriffe Der Gesundheitsförderung [Online].
Quilling, E., M. Kuchler, J. Leimann, V. Mielenbrink, S. Terhorst, P. Tollmann, and S. Dieterich. 2021. Koordination Kommunaler Gesundheitsförderung Entwicklung Eines Aufgaben- Und Kompetenzprofils. Berlin.
Rademaker, Anna Lena. 2020. “Gesundheitsförderung: Ein Fachlicher Standard in Der Kinder- Und Jugendhilfe.” Pp. 184–98 in Gesundheitsförderung und Prävention – quo vadis Kinder- und Jugendhilfe? Eine Bilanz 10 Jahre nach dem 13. Kinder- und Jugendbericht, edited by K. Liel and A. L. Rademaker. Weinheim und München: Beltz Juventa Verlag.
Rademaker, Anna Lena. 2021. “Auswirkungen Der Corona-Krise Für Soziale Arbeit in Einem Ökonomisierten Gesundheitswesen.” Neue Praxis 1(51):367–74.
van Santen, Eric, and Mike Seckinger. 2003. Kooperation: Mythos Und Realität Einer Praxis. Eine Empirische Studie Zur Interinstitu- Tionellen Zusammenarbeit Am Beispiel Der Kinder- Und Jugendhilfe. München: Verlag Deutsches Jugendinstitut.
SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, and FDP. 2021. Mehr Fortschritt Wagen. Bündnis Für Freiheit, Gerechtigkeit Und Nachhaltigkeit. Koaltionsvertrag 2021-2025. Berlin.
Wright, Michael T. 2010. Partizipative Qualitätsentwicklung in Der Gesundheitsförderung Und Prävention. Bern: Verlag Hans Huber.

Lesen Sie hier Praxisbeispiele und Einführung

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