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Gesundheit / Kinder- und Jugendpolitik

Kindergerichte in Restaurants sollten gesunden Kriterien entsprechen

Fünf Gabeln mit gesunden Lebensmitteln
Bild: © Liddy Hansdottir - Fotolia.com

Anfang Februar haben erste Ergebnisse der Studie der Universität Heidelberg zu „Kinderspeisekarten in Restaurants“ zu Diskussionen geführt – etwa 70 Prozent der angebotenen Gerichte auf Kinderspeisekarten seien aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ungesund. Die Bundesministerin für Ernährung, Julia Klöckner, hat daraufhin die Autoren der Studie zu einem Treffen eingeladen.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat sich mit Ernährungswissenschaftlern sowie Gastronomen getroffen und eine Überarbeitung der Empfehlungen sowie einen neuen Wettbewerb verabredet. Das Gespräch mit den Autoren der Studie vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA), der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE e.V.) sowie dem Institut für Kinderernährung fand im Ministerium statt.

Julia Klöckner erklärte dazu: „Ein Restaurantbesuch mit der Familie ist nichts Alltägliches. Dennoch müssen wir die Ergebnisse der Studie ernst nehmen, gerade mit Blick auf die Zunahme übergewichtiger Kinder und Jugendlicher. Unser aller Ziel ist eine ausgewogenere Kinderernährung. Das Angebot gesunder Kindergerichte in der Gastronomie zu verbessern, ist dabei ein Rädchen von vielen, aber eines, das wir drehen wollen – mit einem Strauß an konkreten Maßnahmen, die wir vereinbart haben.“

Auf folgende Punkte haben sich Politik, Wissenschaftler und Wirtschaft geeinigt:

  • Für alle Gastronomen wir gemeinsam mit der Ernährungswissenschaft eine anschauliche Handreichung mit an Kinder gerichteten Speisen erarbeitet.
  • Es wird gemeinsam ein Wettbewerb für vorbildliche Kinderspeisekarten in der Gastronomie ins Leben gerufen.
  • Es wird ein Siegel zur Bewerbung vorbildlicher Speisekarten als Leuchttürme entworfen.
  • Kinder werden bei der Entwicklung von vorbildlichen Kinderspeisekarten einbezogen, auch in Studien der Verhaltenspsychologie in diesem Feld.
  • Weitere Treffen dieser Runde folgen.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vom 20.03.2019

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