Freiwilliges Engagement

Wirkungskraft von Bildungsprojekten vergrößern – Creative spring

Drei Puppen aus Holz sitzen zusammen und unterhalten sich
Bild: © C. Schuessler - Fotolia.com

Die Vodafone Stiftung Deutschland konnte das ehrenamtliche Engagement von jungen Kommunikationsprofis mobilisieren, um gemeinnützige Bildungsprojekte dabei zu unterstützen, ihre Arbeit stärker bekannt zu machen und ihnen damit zu einem kreativen Frühling zu verhelfen.

Bildungslotsen für Brennpunktbezirke, Antirassismusseminare mit Profisportlern, kritisches Kinderradio – in Deutschland gibt es viele gute Ansätze zur Förderung von Kindern und Jugendlichen, wie der Wettbewerb der Vodafone Stiftung und des Bundesbildungsministeriums ‚Ideen für die Bildungsrepublik‘ gezeigt hat. Doch um die Wirkungskraft solcher Bildungsprojekte zu vergrößern, müssen sie noch bekannter werden.

Die Initiatoren dieser Bildungsprojekte haben aber selbst oft nicht die Mittel für die Entwicklung einer effektiven Kommunikationsstrategie. Deshalb hat die Vodafone Stiftung ein Experiment gewagt. Sie hat gemeinsam mit der Engagementplattform youvo und der Helga Breuninger Stiftung junge Kommunikationsprofis nach Paretz bei Berlin eingeladen, um dort gemeinsam mit fünf ausgezeichneten, gemeinnützigen Bildungsprojekten pro bono neue Strategien für deren Kommunikation zu entwerfen in einem intensiven Kreativ-Camp, dem sogenannten Creative Spring.

Das Experiment hat funktioniert. Innerhalb kürzester Zeit bewarben sich so viele junge Kreative aus den Bereichen Kommunikation, Design Thinking, Gestaltung und PR, dass letztlich sogar eine harte Auswahl getroffen werden musste. Im Kreativ-Camp trafen sie dann auf ihre "Kunden".

Menschen wie Leska Ruppert von "Kinder machen Kurzfilm", die herausfinden wollten: "Was können wir? Wer sind wir? Was können wir darstellen und vor allem wie können wir es darstellen?" Macherinnen wie Natascha Salehi-Shahnian von der Bürgerstiftung Berlin, die nach Wegen suchen, um neue Freiwillige Helfer zu gewinnen. Bildungsprofis wie Marike Meinz von "Quadratkilometer Bildung", die auf der Suche nach einer Corporate Identity sind oder Holger Könnecker und Mirko Reimer vom Kinderradio Radijojo, die international sichtbarer werden wollen.

Gemeinsam haben sie drei Tage lang hart gearbeitet. Hochprofessionell, voll konzentriert und äußert kreativ. Von Anfang an ging es dabei um mehr als nur Theorie. "Wir wollten, dass die Organisationen konkrete Strategien für ihr Projekt mitnehmen und direkt umsetzen können", sagt Anne-Sophie Pahl von Youvo.

Am Ende lagen neue Projektepläne auf dem Tisch, konkrete Kommunikationsstrategien waren entstanden, Netzwerke wurden geknüpft. Leska Ruppert von "Kinder machen Kurzfilme" resümiert: "Hier wurde nicht viel lamentiert, sondern alle waren von der ersten Minute im Thema. Es waren viele sehr konkrete Ziele dabei, die wir in den nächsten Wochen in die Realität umsetzen wollen."

Dank der ehrenamtlichen Hilfe der jungen Kommunikationsprofis hat jedes der Bildungsprojekte den Creative Spring mit einer passgenauen Anleitung für eine bessere Öffentlichkeitsarbeit verlassen, um dadurch den Wirkungshebel ihrer Arbeit zu vergrößern – oder in den Worten der Teilnehmerin Natascha Salehi-Shahnian von der Bürgerstiftung Berlin, die sich sichtlich über diesen Rückenwind aus dem Camp freute: "Der Frühling ist mein persönlicher Jahresbeginn. Am besten sollte es immer so losgehen wie an diesem Wochenende."

Weiterführende Informationen

Quelle: Vodafone Stiftung vom 26.05.2015