Freiwilliges Engagement

Ehrenamtliches Engagement: Gründerin des Fördervereins „MuK“ mit Staufermedaille ausgezeichnet

„Ehrenamtliches Engagement verbindet Menschen und baut Brücken, die sonst nie gebaut würden“, sagte baden-württembergs Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz heute in Stuttgart. Sie händigte Ingrid Ritter die von Ministerpräsident Stefan Mappus verliehene Staufermedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg aus.

„Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig für die Belange ihrer Mitmenschen und für ein gutes Miteinander engagieren, sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Die Verleihung eines Ordens gibt uns Gelegenheit, diese Menschen zu würdigen“, so Dr. Monika Stolz.

Die Landesregierung sei stolz auf die vielen Aktionen und Initiativen, die von freiwillig engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern getragen werden. Über 42 Prozent der Baden-Württemberger sind ehrenamtlich aktiv. Damit nehme Baden-Württemberg bundesweit eine Spitzenstellung ein, hob die Ministerin hervor. Bereits 1991 gründete Ingrid Ritter den Förderverein „MuK“, den sie bis vor kurzem als Vorsitzende geprägt hat. „Heute werden Sie im Land liebevoll „Frau Muk" genannt“, stellte die Ministerin fest. Die Stadt Stuttgart hätte „gut daran getan, das MuK-Haus in Plieningen in Anerkennung des Wirkens „Ingrid-Ritter-Haus" zu nennen. Seit 15 Jahren ist der Erfolg des Fördervereins „MuK“, dessen Buchstaben für „Mütter und Kinder" steht, maßgeblich mit dem Namen Ingrid Ritter verbunden“, würdigte die Ministerin. Die Gründung des Fördervereins „MuK“, „kann wohl als die Krönung des Wirkens und Lebenswerk von Ingrid Ritter betrachtet werden.“ Sie engagierte sich aber in vielen Bereichen. So war Ingrid Ritter von 1980 bis 1985 Bezirksbeirätin in Stuttgart Sillenbuch, von 1984 bis 1999 Stadträtin im Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart, von 1985 bis 1995 Kreisvorsitzende der Frauenunion Stuttgart, von 1989 bis 1996 Mitglied im Vorstand des Körperbehindertenvereins Stuttgart e.V. und Mitbegründerin der „Grünen Damen“ und auch aktive „Grüne Dame“ im Paracelsus-Krankenhaus in Ruit.

Mit MuK sei aber eine „wesentliche Lücke geschlossen worden“, so die Ministerin. „Der Verein gibt allein erziehenden Frauen mit ihren Kindern vorübergehend ein Zuhause. Konzeption und Qualität der Einrichtungen sind absolut überzeugend.“ MuK hilft der Wohnungsnot von Schwangeren und Alleinerziehenden ab und unterstützt sie beim Aufbau eines selbstständigen Lebens mit ihrem Kind. MuK bietet nicht irgendeine Wohngelegenheit. Muk bietet einen Lebensraum, in dem Frauen in einer Umbruchsituation positive Mitmenschlichkeit, eine lebendige, warme Atmosphäre erfahren. Die Ministerin fasste zusammen: „Es ist die Zuwendung, die Frauen in Not erfahren und die sie auch untereinander pflegen und zu schätzen lernen, die sie wieder zu Atem kommen lässt.“ So sind im Stadtgebiet Stuttgart drei Häuser (Hofen, Plieningen, Vaihingen) entstanden. Daneben gibt es noch den Treffpunkt Café MuK in Vaihingen-Lauchäcker. Er gewährt auch anderen Alleinerziehenden oder ehemaligen Muk-Hausbewohnerinnen eine zwanglose Möglichkeit, gemeinsam mit Müttern und Vätern in ähnlichen Lebenssituationen zusammenzutreffen, sich aber auch mit pädagogischen Fachkräften zu beraten.

„Heute wird eine Frau geehrt, deren Engagement und Mitmenschlichkeit sie zu immer größeren Leistungen getragen hat“, sagte die Ministerin. Die außerordentlich vielfältigen Verdienste würden nun mit der Staufermedaille des Landes auch öffentlich anerkannt. „Mit ihr würdigt das Land Baden-Württemberg herausragende Leistungen, die insbesondere im politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereich dem Wohl der Allgemeinheit dienen“, erläuterte Stolz. „Die Zahl der Träger ist beschränkt. Unter den Ausgezeichneten befinden sich Personen wie der Altbundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, der ehemalige Ministerpräsident des Landes und spätere Präsident des Bundesverfassungsgerichts Gebhard Müller und jetzt auch Ingrid Ritter. Ihr Wirken verdient in hohem Maße Dank und Anerkennung“, würdigte die Ministerin.

Herausgeber: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg