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Freiwilliges Engagement

Bundesfreiwilligendienst im Südwesten besonders beliebt

Ein junger Mann und eine junge Frau schieben einen Rollstuhl
Bild: © Heiner Witthake - Fotolia.com

Der Bundesfreiwilligendienst stößt bei jungen Menschen im Südwesten auf besonders großes Interesse.

Seit dem 1. Juli haben bereits mehr als 3200 Menschen Verträge abgeschlossen, das ist deutlich mehr als etwa in Bayern. Dort gibt es bislang nach weiteren Angaben des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben gut 2700 «Bufdis». «Mit so hohen Zahlen hatten wir nicht gerechnet - auch weil der Dienst wegen rechtlicher Fragen holprig angelaufen ist», sagte Wolfgang Hinz-Rommel vom Diakonischen Werk in Württemberg, dem größten Träger für den Dienst im Südwesten.

Unter der Regie der Diakonie sind 570 Menschen, davon 360 in Württemberg und 210 in Baden, meist ein Jahr ehrenamtlich tätig - sei es in Kindergärten, Pflegeheimen oder der Behindertenhilfe. Aber auch in kulturellen und ökologischen Projekten können sich die «Bufdis» engagieren.

Die Lücke, die das Fehlen von 1500 Zivildienstleistenden bei der Diakonie Württemberg hinterlassen hatte, könnten die Bundesfreiwilligen allerdings nicht schließen. «Ein Zwangsdienst lässt sich nicht durch einen Freiwilligendienst ersetzen», unterstrich Hinz-Rommel.

Knapp 20 Prozent der Helfer sind älter als 27 Jahre und im Schnitt 41 Jahre alt. Unter den Älteren seien Menschen, die einen beruflichen Neustart wagten und Frauen, die nach der Babypause wieder einen beruflichen Einstieg anstrebten, sagte Hinz-Rommel. «Wieder andere haben genug Geld verdient und suchen nach einer sinnvollen Tätigkeit.» Für die Jüngeren sei das Engagement oft eine Brücke zwischen Schule und Ausbildung. Einen Run auf die Stellen erwartet die Diakonie nach dem doppelten Abiturjahrgang in Baden-Württemberg im kommenden Jahr.

Quelle: dpa/lsw